Steckbrief zu diesem Buntbarsch!
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Pseudotropheus sp. ‚acei‘
- Pseudotropheus sp. acei, Konings, 1989, vorläufiger Name
Vorwort
Mit dem Buntbarschverzeichnis haben wir eine Sammlung zusammengestellt, die Mbuna- und Nonmbuna-Arten aus dem Malawisee beschreibt. Hier bekommt man eine Menge Informationen, zu diesen endemisch lebenden Buntbarschen aus dem Malawisee.
Aber auch Informationen zur Haltung und Pflege, für das Malawisee-Aquarium. Wir geben hier auch Beckengrößen mit an, die dem Malawisee-Aquarianer helfen sollen, diese doch recht aggressiven Fische im richtigen Umfeld zu pflegen.
Das Verzeichnis
Oftmals sind der Charakter und auch die Ernährungsweise bei Mbuna und Nonmbuna sehr unterschiedlich. Dieses Thema ist auch im Verzeichnis erwähnt. Nur wenige Mbuna-Arten kann man mit Nonmbuna zusammen pflegen. Es gibt zwar Ausnahmen, aber diese sind eher selten.
Bei den meisten Arten hier im Buntbarschverzeichnis haben wir auch kurze Video-Clips eingebaut, oftmals Eindrücke vom Malawisee, oder aber von den Fischen selbst. Nutzt dieses Verzeichnis zur Abklärung und zum Kennenlernen der einzelnen Arten.
Dies kann letztlich nur helfen, Fehler zu vermeiden.
Lebensraum
Pseudotropheus sp. ‚acei‘ lebt über ‚Sandboden‚, hauptsächlich in unmittelbarer Umgebung von Bäumen oder Ästen, welche ins Wasser geschwemmt worden sind. Gelegentlich kann man diese Mbuna-Art auch über reinem Sand sehen.
Wassertiefe der Acei-Habitate
Die Habitate liegen im tieferen Sandbiotop zwischen 12 und maximal 25 Metern.
Ernährung
Pseudotropheus sp. ‚acei‘ zählt zu den ‚Omnivoren‚ Mbuna. Er weidet gerne den Aufwuchs (Algen) ab, welchen er auf dem hölzernen Substrat in seiner bevorzugten Umgebung findet. Nimmt aber auch Kleinstkrebse und anderes Getier gerne an.
Ebenso Plankton und kleinere Schnecken, scheut aber auch nicht vor Nachwuchs anderer Buntbarsche zurück.
Verhalten
Bei Pseudotropheus sp. ‚acei‘ ist ein Territorialverhalten so gut wie gar nicht vorhanden und sowohl Weibchen als auch Männchen ziehen ständig einzeln oder in kleinen Gruppen resp. Schulen auf Futtersuche von Schwemmholz zu Schwemmholz.
In aller Regel bestehen solche Gruppen nie aus mehr als 3 bis 10 Tieren. Nur bei der Population um Ngara wurde die Bildung riesiger Schwärme (mehrere tausend Tiere) beobachtet, welche sich um einen einzigen großen Baumstamm tummelten.
Wie bei allen Arten ohne Geschlechtsdimorphismus bekannt, besetzt auch der hier beschriebene Pseudotropheus sp. ‚acei‘, in der freien Natur keine Reviere und laicht, wo es gerade passt, über dem offenen Sand ab.
Allerdings wird im Malawisee-Aquarium, im Gegensatz zum natürlichen Verhalten, immer wieder beobachtet, wie diese Mbuna-Art Reviere verteidigt (leichtes Territorialverhalten) und kleine Sandgruben aushebt.
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Populationen
Von Pseudotropheus sp. ‚acei‘ sind mehrere, sich deutlich unterscheidende, geografische Varianten bekannt – ‚Yellow Fin Acei‘, ‚White Tail Acei‘, ‚beige Morphe‘.
Die in der modernen Aquaristik bekannteste, ist die ‚Yellow Fin‘ Variante.
>> Itungi (White Tail)
>> Karonga (White Tail)
>> Lupembe (White Tail)
>> Ngara (White Tail)
>> Mlowe (Yellow Fin Acei)
>> Ruarwe (Yellow Fin Acei)
>> Nkhata Bay (Yellow Fin Acei)
>> Mphandikucha Island (Yellow Fin Acei)
>> Bandawe (Yellow Fin Acei)
>> Luwala Reef (Yellow Fin Acei)
>> Eccles Reef (Yellow Fin Acei)
>> Kasinda (beige Morphe)
>> Senga Bay (beige Morphe)
Haltung im Aquarium
Für die Haltung im Malawisee-Aquarium wäre die Nachempfindung einer sandigen Uferzone, welche von einzelnen großen Steinen und großen Schwemmholz-Stücken durchzogen ist, absolut naturnah. Ansonsten ist die ‚Felszone‘ oder die leichte ‚Übergangszone‚ eher das Richtige, um viele Höhlen und Verstecke zu suggerieren.
Auch die Sandzone wäre hier als Gestaltung denkbar. Eine Sandzone, die in eine leichte Übergangszone mündet, ist sicherlich ein gutes Ambiente für diese Mbuna-Art.
Von natürlichem Holz (Mopani, Moorkien z. B.) ist aber, aufgrund der Gefahr einer Ansäuerung des Wassers, abzusehen. Anstelle dessen sollte mit künstlichen Holznachbildungen gearbeitet werden.
Ebenso kann man Buchenhölzer, oder Birke, die schön trocken sind, verwenden.
Pseudotropheus sp. ‚acei‘ kann in Becken ab einem Minimum von 400 Litern (Artenbecken) und einer Mindestkantenlänge von 150 cm gehalten werden, was man als das Mindeste ansehen sollte. Als optimal wäre die Haltung kleiner Gruppen (z. B. mind. 3 M/7 W) zu bezeichnen.
Diese Mbuna-Art kann aber auch in Harems (mind. 1 M/3 W) gepflegt werden. Im Verbund mit anderen Buntbarschen aus dem Malawisee beginnt die Pflege, ab 500 Litern aufwärts.
Wichtig:
Diese, in der Natur gerade mal um die 14 cm erreichenden Pseudotropheus sp. ‚acei‘, können im Malawisee-Aquarium bei zu üppiger Fütterung bis zu 18 cm groß werden. Was aber definitiv nicht mehr als artgerechte Haltung dieser Art bezeichnet werden kann.
Vergesellschaftung
Der Pseudotropheus sp. ‚acei‘ kann hervorragend mit Labidochromis-Arten, aber auch mit durchsetzungsstärkeren Arten, der Gattungen Pseudotropheus, oder Metriaclima (Maylandia), Gephyrochromis und auch Iodotropheus zusammen gepflegt werden (um mal einige Arten zu nennen), im Aquarium.
Hinweis:
Begrenzt wären auch einige Nonmbuna-Arten für die gemeinsame Pflege möglich. Dabei wäre darauf zu achten, dass es Arten sind, die nicht zu durchsetzungsschwach sind. Auf keinen Fall sollten Lethrinops-Arten dazu gesetzt werden, ebenso wenig Mchenga, oder Sand-Aulonocara.
Mögliche Nonmbuna-Arten:
Protomelas, Aulonocara (nicht alle Arten), Nimbochromis, Astatotilapia, Buccochromis, Copadichromis (nicht alle Arten), Dimidiochromis, Cyrtocara, Otopharynx, Placidochromis und auch Stigmatochromis-Arten.
Beckenbeleuchtung
Im natürlichen Habitat von Pseudotropheus sp. ‚acei‘, werden die Spektralfarben BLAU, GRÜN und GELB noch stark reflektiert. ORANGE befindet sich bei knapp über 10 Meter Wassertiefe bereits in der Absorptionsphase und ROT wird vollkommen absorbiert.
Optimal wäre also ein Lichtspektrum mit dominanten Grün- und Blau- und Gelb- sowie etwas abgeschwächten Orange-Anteilen.
Anmerkung:
Eine sehr entspannte Mbuna-Art, die durch ihre Färbung bei Männchen und Weibchen, sicherlich mal etwas anderes ist. Auch gut, mit etlichen Nonmbuna gemeinsam zu pflegen, sofern das Ambiente im Malawisee-Aquarium stimmt.
Ebenso sollte die Aquariengröße ausreichend vorhanden sein.
Hinweis:
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Autor: Silvan Hörnlimann, Florian Bandhauer
Bilder/Grafiken: Silvan Hörnlimann, Thomas Kyrath, Stan Gajaszek
Video: Mbuna Marcus








