Eine Erklärung, zu diesen Begriffen!
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Haremshaltung und Gruppenhaltung sind immer wieder im Gespräch bei Malawisee-Aquarianern. Dazu einige Informationen von unserer Seite zum Thema.
Haremshaltung:Dies bedeutet, man pflegt 1 Buntbarsch-Männchen mit mehreren Weibchen zusammen. Diese Haltung ist auch abhängig von der Beckengröße. Eine Haremshaltung kann z. B. 1 Männchen und 2 Weibchen bedeuten, kann aber auch 1 Männchen und 3 oder 4 Weibchen bedeuten. Diese Art der Zusammensetzung, kann sowohl bei Mbuna-Arten als auch bei Nonmbuna-Arten gewählt werden. |
Gruppenhaltung:Dies bedeutet, man pflegt mindestens 2–3 Buntbarschmännchen und 3–4 oder mehr Weibchen zusammen. Auch hier ist die Haltung von Gruppen abhängig von der Beckengröße. Gruppenhaltung kann auch viel mehr Männchen und auch Weibchen beinhalten, die erwähnten Möglichkeiten dienen nur als Beispiel. Diese Art der Zusammensetzung wird bei Mbuna oft genutzt und kommt nur in Teilen bei Nonmbuna-Arten vor. Bei Nonmbuna-Arten ist dies aber noch ‚extremer‘ abhängig von der Beckengröße und hier vor allem, auch von den gewählten Nonmbuna-Arten. |
Paar Haltung!Auch diese Konstellation möchten wir ansprechen. Hier ist aber zu erwähnen, dass eine Paarhaltung eher die absolute Ausnahme ist bei Malawisee-Buntbarscharten. Nur sehr, sehr wenige Nonmbuna-Arten „könnte“ man als Paar pflegen. Grundsätzlich sollte immer eine Haremshaltung, oder eine Gruppenhaltung gewählt werden. Warum man dies so machen sollte, dazu gleich mehr. |
Malawisee-Buntbarsche – Haremshaltung und Gruppenhaltung!
Diese Buntbarsche sind durchweg alle sehr durchsetzungsstark, und auch aggressiv. Hier zählen Mbuna-Arten zu den noch aggressiveren Arten im See.
Auch Nonmbuna sind generell aggressiv, aber im Vergleich zu Mbuna ‚etwas‘ entspannter. Die Evolution hat es mit sich gebracht, Ressourcen sind ein Faktor, der diese Buntbarsche so aggressiv gemacht hat, ebenso die Menge an Buntbarscharten und, wie so oft in der Tierwelt, das Heranlocken/Balzen, um die Arterhaltung zu sichern. Die Konkurrenz ist im See groß.
Auch ein Aspekt, warum sich die Fische so farbenprächtig entwickelt haben. Da die Kombination aus diesen Faktoren zusammenkommt, hat die Evolution ihre eigene Strategie bei diesen Fischen entwickelt.
Im Malawisee ist aber der Platz vorhanden, wo sich diese Buntbarsche auch aus dem Weg gehen können. Dies ist im Malawisee-Aquarium anders. Und hier hat sich über Jahrzehnte herausgestellt, welche Kombinationen, also ob Haremshaltung oder Gruppenhaltung, funktionieren.
Genetisch ist es den Tieren auch als ‚Nachzucht‘ einprogrammiert, so vorzugehen.
Das Aquarium!
Selbst das größte Malawisee-Aquarium ist eben nur ein Aquarium. Bei der Haremshaltung und Gruppenhaltung zeigt sich, dass immer die Weibchen im Überschuss vorhanden sind.
Dies liegt auch daran, dass ein balzendes Männchen meist sehr aggressiv gegen die Weibchen vorgeht und diese nicht zur Ruhe kommen lässt. Mitunter kann dies die Weibchen so stressen, dass diese sich nicht mehr erholen können. Und dann auch nicht selten, mit dem Tod dieser einhergeht.
Hat man mehrere Weibchen im Becken von einer Art, verteilt sich das ständige Balzen der Männchen auf mehrere Weibchen. Folglich kann sich immer das ein, oder andere dann zurückziehen und eine Erholung starten.
Haremshaltung und Gruppenhaltung – mehrere Männchen!Anders als bei der Haremshaltung (Mbuna), wo nur ein Männchen vorkommt, sind bei der Gruppenhaltung gleich mehrere Männchen im Becken. Hier hat sich gezeigt, dass sich oft nur eines der Männchen, als Alpha durchsetzt und dieses nicht nur mit dem Anbalzen der Weibchen beschäftigt ist, sondern auch mit den anderen Männchen. Dies wiederum führt dazu, dass sich die Aggression, nicht nur auf das ständige Jagen der Weibchen konzentriert, sondern immer geschaut wird, dass die Konkurrenten in Schach gehalten werden müssen. Bei Nonmbuna-Arten ist die Gruppenhaltung nur bei einigen Buntbarsch-Arten angebracht. Hier sind auch wichtig die Beckengröße, die Anzahl der gepflegten Arten und nicht zuletzt, wie viele verschiedene Arten der Aquarianer pflegen möchte. Wie bereits erwähnt, sind auch Nonmbuna aggressiv und handeln in ihrem Tun wie Mbuna, allerdings werden diese auch größer, zumindest viele Arten davon, nicht alle. Um eine Gruppenhaltung bei größeren Arten zu gewährleisten, benötigt man doch enorme Aquarien. Wir reden hier von Aquariengrößen weit jenseits der 1000 Liter und noch mehr. Haremshaltung und Gruppenhaltung – ein Männchen!Man kann und sollte hier nach der Beckengröße wieder schauen. Grundsätzlich ist ein Männchen mit mehreren Weibchen auch gut zu pflegen. Dabei hat das Männchen automatisch die Alpha-Nummer innerhalb seiner Art. Dieses balzt mehrere Weibchen an. Auch hier und aufgrund dessen, dass mehrere Weibchen vorhanden sind, verteilt sich die Aggression auf alle Weibchen und die jeweils anderen, haben Zeit zur Erholung. Gleiches gilt für Nonmbuna: Je nach Art und Beckengröße sowie davon abhängig, wie viele Arten man pflegen kann und möchte, kann man bei vielen Nonmbuna auch locker 1 Männchen und 2 Weibchen pflegen. Die Ausnahmen an Nonmbuna-Arten, welche man auch in kleineren Aquarien als Gruppe pflegen kann, werden wir zeitnah gesondert in einem Beitrag für unsere Leser listen. |
Welche Konstellation man wählt, ist immer auch abhängig von der Beckengröße. Dies gilt sowohl für Mbuna als auch für Nonmbuna. Dazu gibt es auf unserer Webseite Artenlisten mit empfohlenen Beckengrößen.
Auch machbar ist es, verschiedene Arten sowohl in der Haremshaltung, als auch in der Gruppenhaltung in einem Malawisee-Aquarium zu pflegen. Und als Letztes die Dekoration eines Malawisee-Beckens. Hier sollte zwingend bei Schauaquarien auf die Ansprüche der Buntbarsche geschaut werden.
| Nützliche Links:
Artenliste Nonmbuna – Übergangszone Artenliste Nonmbuna – Felszone Artenliste Nonmbuna – Sandzone |
Fazit:
Haremshaltung und Gruppenhaltung sind Optionen, welche gut überlegt werden sollten. Schließlich möchte man viele Jahre Spaß an diesem Hobby haben. Das sollte sich jeder im Vorfeld genau überlegen.
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Autor: Florian Bandhauer
Bilder: Emin Güner, Philip Rusch, Ale Nocetti
Video: Florian Bandhauer






