Steckbrief zu diesem Buntbarsch!
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Lethrinops sp. ‚chilingali‘ und sämtliche Informationen sowie Eckdaten zur Pflege dieser Nonmbuna im Malawisee-Aquarium.
Anmerkung zum Buntbarschverzeichnis hier auf der Webseite!
Vorwort
Mit dem Buntbarschverzeichnis, haben wir eine Sammlung zusammengestellt, die Mbuna- und Nonmbuna-Arten aus dem Malawisee beschreibt. Hier bekommt man eine Menge Informationen, zu diesen endemisch lebenden Buntbarschen aus dem Malawisee.
Aber auch Informationen zur Haltung und Pflege, für das Malawisee-Aquarium. Wir geben hier auch Beckengrößen mit an, die dem Malawisee-Aquarianer helfen sollen, diese doch recht aggressiven Fische im richtigen Umfeld zu pflegen.
Das Verzeichnis
Oftmals sind der Charakter und auch die Ernährungsweise bei Mbuna und Nonmbuna sehr unterschiedlich. Dieses Thema ist auch im Verzeichnis erwähnt. Nur wenige Mbuna-Arten kann man mit Nonmbuna zusammen pflegen. Es gibt zwar Ausnahmen, aber diese sind eher selten.
Bei den meisten Arten hier im Buntbarschverzeichnis haben wir auch kurze Video-Clips eingebaut, oftmals Eindrücke vom Malawisee, oder aber von den Fischen selbst. Nutzt dieses Verzeichnis zur Abklärung und zum Kennenlernen der einzelnen Arten.
Dies kann letztlich nur helfen, Fehler zu vermeiden.
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Lethrinops sp. ‚chilingali‘ und die Eckdaten!
Größe:
Der Lethrinops sp. ‚chilingali‘ erreicht im See eine ungefähre Körpergröße bei den Männchen von um die 11–12 cm, die Weibchen bleiben etwas kleiner und kommen auf ca. 8–9 cm Körpergröße.
Im Aquarium ‚kann‘ der eine oder andere Zentimeter dazukommen bei zu üppiger Fütterung. Hier immer nach dem Motto agieren: ‚Weniger ist manchmal mehr‘.
Verbreitung:
Lethrinops sp. ‚chilingali‘ ist anscheinend endemisch im Chilingalisee, einem Satellitensee des Malawisees, zu finden. Und ist dort seeweit verbreitet. Der Chilingalisee ist ein kleiner, flacher, schlammiger See, der von ausgedehnten Makrophytenbeeten gesäumt ist.
Hinweis:
Angeblich ausgestorben (Stand 2009) wurde ganz aktuell von George Turner der Nachweis erbracht, dass diese Buntbarsche noch existieren (Stand 2024)!
Ernährung:
Lethrinops sp. ‚chilingali‘ ernährt sich von Kleinstlebewesen wie Krebsen und Schnecken, welche dieser aus dem schlammigen Bodengrund ausfiltert. Diese Buntbarsch-Art wird zu den ‚Carnivoren‘ Buntbarsch-Arten gerechnet.
Grundsätzlich sollte daher eine proteinreiche Futtersorte gewählt werden. Ebenfalls sollte regelmäßig Frostfutter oder auch mal Lebendfutter gereicht werden. Ferner nimmt diese Nonmbuna Art auch alle gängigen Futtersorten an, die man auch im Handel kaufen kann.
Fortpflanzung/Zusammenstellung:
Lethrinops sp. ‚chilingali‘ ist ein Maulbrüter wie alle Malawisee-Buntbarsche. Man kann diese Nonmbuna in einer Haremshaltung pflegen, z. B. 1 M/3–4 W, oder auch eine Gruppenhaltung ist gut machbar (3 bis 5 M/4 bis 6 W), was letztlich von der Aquariengröße abhängig ist.
Diese Nonmbuna sind nicht sehr durchsetzungsstark und sollten, wenn möglich, im Artenbecken gepflegt werden. Eine Pflege mit anderen Nonmbuna ginge, wenn nur mit ruhigen Arten wie Mchenga, Taeniolethrinops oder sehr ruhigen Sand-Aulonocara.
Eine Pflege mit Mbuna im Malawisee-Aquarium ist absolut zu vermeiden. Diese Art ist charakterlich nicht sehr durchsetzungsstark. Dies kann zu Stress führen und dieser nicht selten zu Krankheiten bei den Tieren.
Beckengröße:
Die Malawisee-Beckengröße für Lethrinops sp. ‚chilingali‘ beginnt bei 400 Litern und einer Aquarium-Kantenlänge ab 150 cm. Je mehr man stellen kann, desto besser. Im Verbund mit anderen Nonmbuna-Arten sollten es dann aber schon 500 Liter oder mehr sein!
Dekoration:
Für Lethrinops sp. ‚chilingali‘ sollte eine Sandzone oder Sanduferzone nachgestaltet werden. Einige wenige große Steine, die wahllos im hinteren Bereich liegen, dazu etwas Holz und gerne auch passende Pflanzen können mitgeplant werden. Diese sind aber kein ‚Muss‘.
Wichtig ist, viel Sandfläche zu belassen!
Auch hervorragend wären Schattenzonen, die man leicht über die Aquarienbeleuchtung suggerieren kann, mitzubedenken. Das kann helfen, wenn trächtige Weibchen etwas mehr Ruhe wollen und sich zurückziehen.
Fazit:
Der Lethrinops sp. ‚chilingali‘ ist nicht oft in den Malawisee-Becken zu sehen. Aber sicherlich eine sehr spannende Nonmbuna-Art und sehr außergewöhnlich unter den Lethrinops-Arten.
Hinweis:
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Autor: Florian Bandhauer
Bilder: Pete Barnes, George Turner
Video: Rift Culture UK







