Ein weiteres Beispiel zum Thema Gestaltung!

2118 Liter Becken als Raumteiler

2118 Liter Becken als Raumteiler gedacht, ein Beispiel aus dem Jahr 2012. Dabei sind Malawisee-Aquarien, die man dafür konzipiert, nicht immer leicht umzusetzen.

Vorwort!

Die Welt der Malawisee-Aquarien und deren Möglichkeiten der Gestaltung.

Hier jetzt dieses Malawisee-Aquarium mit 2118 Litern. Es gibt unzählige Buntbarsch-Arten sowie Ideen, wie man ein Malawisee-Aquarium, auf die ganz eigene Art einrichten kann. Immer wichtig und im Vordergrund sollten die Bedürfnisse der Malawisee-Buntbarsche stehen.

Bei der Gestaltung hat man wirklich sehr viele unterschiedliche Optionen, die ein jeder selbst für sich finden kann und sollte. Der See ist schier unendlich facettenreich und bietet dann ebenso viele Möglichkeiten, dies ins eigene Becken umzusetzen.

Gestaltung/Beleuchtung/Filterung

Aber ebenso wichtig ist es, die richtige Beleuchtung zu wählen und auch die richtige Filterung für die passende Malawi-Beckengröße sowie die Dekoration.

Dazu ist ein gut überlegter ‚Bodengrund‚ für das heimische Malawi-Becken wichtig. Manchmal mehr, manchmal weniger. Vor allem wenn man Malawisee-Aquarien im Lebensraum ‚reine Felszone‘ gestaltet, kann man dies entspannter angehen.

Was aber nicht heißt, dass man sich darüber keine Gedanken machen sollte. Denn auch hier ist ein gutes, umfängliches Wissen, zum Thema Malawisee-Aquarien und dem Malawisee wichtiger, als so manch einer denkt.

Wir hoffen, dass unsere Leser Spaß an diesen Beispielen aus der Sandzone, der Felszone, oder auch der Übergangszone haben. Und ebenso ihren Ideen dadurch, für das eigene Malawisee-Becken etwas Hilfe sind.

Dieses Malawisee Beckenbeispiel  – 2118 Liter Becken als Raumteiler, präsentiert eine Idee der besonderen Art. Als Raumteiler sind Aquarien nicht immer leicht umzusetzen, umso mehr zeigt dieses Beckenbeispiel die Präzision der Beckengestaltung.

Die Beckengröße:

302 × 86 × 70 + 100 × 60 × 50 = 2118 Liter

Der Bodengrund:
Für das 2118 Liter Becken als Raumteiler gedacht, wurden 100 kg hellgrauer Quarzsand (0,4 – 0,8 mm) gewählt. Ursprünglich waren 150 kg vorgesehen, aber ich denke, so ist es auch ausreichend.
Weniger ist manchmal mehr.
Zu den Felsen passende Kiesel, diese sorgen zudem für Kontrast im Becken. Nun habe ich nachträglich noch 5 kg schwarzen Sand gekauft (ebenfalls 0,4 – 0,8 mm), um den Bodengrund insgesamt etwas dunkler zu mischen.
2118 Liter Becken als Raumteiler
Im Video oben: Fossorochromis rostratus im Malawisee!
2118 Liter Becken als Raumteiler 2118 Liter Becken als Raumteiler
 
Die Pflanzen:
Grundsätzlich braucht man keine, oder kaum Pflanzen in Malawisee-Aquarien. Ich habe mich hier mal bei meinem 2118 Liter Becken als Raumteiler. Um zu sehen, wie es wirkt. Prinzipiell sind Anubias und Javafarn keine Pflanzen, die man bei Malawisee-Aquarien nutzen sollte.
1 × Javafarn (Microsorum pteropus var. latifolius)
5 × Anubias barteri
2 × Crinum natans
 
Dekoration & Einrichtung zu diesem 2118 Liter Becken als Raumteiler:
Eine 3D-Rückwand für die Seitenscheibe zur Wohnzimmerwand habe ich ‚fertig‘ gekauft.
Dann aber neu mit Acryl, passend zu den Findlingen, lackiert und so eingepasst, dass der Überlaufschacht bzw. Rieselfilter komplett verdeckt ist. Ca. 400 kg Findlinge + ca. 25 kg Kiesel (Nero Ebano) befinden sich bis jetzt im Aquarium.
 
An der Rückwandseite, bei Strömungspumpe und Filterzulauf, türmt sich ein großer Steinhaufen bis zur Wasseroberfläche auf und erstreckt sich gut einen Meter ins Aquarium hinein.
 
Dieser Aufbau zusammen mit den großen Steinformationen und den großzügigen freien Sandflächen im weiteren Aquarium soll die Übergangs- bzw. Uferzone im See nachstellen.
Unter den Steinen habe ich auf der gesamten Bodenscheibe eine 5‑mm-Polystyrol-Trittschalldämmung zum Schutz verklebt.
 
Rückzugsmöglichkeiten:
Speziell im Felshaufen an der Rückwand zu meinem 2118 Liter Becken als Raumteiler, sind zig Nischen und Spalten.
Hier finden Jungfische, Welse, aber teilweise auch die großen Arten Schutz.
Die weiteren Steinhaufen in der Mitte und am Ende bieten große Höhlen mit mehreren Fluchtmöglichkeiten, wo selbst die größten Fische Unterschlupf finden, selbst aber niemanden in die Enge treiben können.
Die Beleuchtung:
Das Ziel war eine nicht zu grelle, eher schummrige Beleuchtung.
 
Deshalb konnte sie nur dimmbar sein. Zwei 4-flammige Standard-120‑cm-T5-Leuchtbalken baute ich mir nach meinen Vorstellungen um.
Nun sind jeweils 2 × 840er und 2 × 865er-Röhren auf max. 10 % gedimmt im Einsatz. Wobei hauptsächlich mit den 840ern und nur über die Mittagszeit zusätzlich mit den 865er-Röhren beleuchtet wird.
 
Ein GHL ProfiLux II Light, sorgt für Dimmung, Zeitsteuerung und Wettersimulation (Wolken, Regentage, Gewitter). Einer der Leuchtbalken ist mit einem 100 cm langen blauen LED‑Strip für Mondlicht ausgestattet, ebenfalls dimmbar und nach reeller Mondphase durch den GHL gesteuert.
 
So bleibt eine Hälfte des Aquariums dunkel, und die andere erscheint in einem schwachen blauen Mondlicht.
 
Wenn dann das Mondlicht in das halbe Becken einfällt und den großen Steinaufbau beleuchtet, ist das schon ein hervorragender Anblick.
Die Beleuchtungszeiten sind täglich:
840er-Röhren: (jeweils 2 × innen je Leuchtbalken)
06:00–06:30 Uhr von 0 % auf 5 % Intensität
06:30–09:30 Uhr 5 %
09:30–12:00 Uhr von 5 % auf 10 %
12:00–22:30 Uhr von 10 % auf 5 %
22:30–23:30 Uhr von 5 % auf 0 %
865er-Röhren: (jeweils 2 × außen je Leuchtbalken)
09:30–12:00 Uhr von 0 % auf 10 %
12:00–22:30 Uhr von 10 % auf 0 %
Mondlicht:
22:30-06:30 Uhr 8 %
 
Die Filterung, 2118 Liter Becken als Raumteiler:
Der Ablaufschacht dient zugleich als Rieselfilter.
Ursprünglich habe ich das 30‑L-Volumen mit Bio-Balls und Filterschwammwürfeln gefüllt, allerdings war die Geräuschentwicklung zu stark, da die Zwischenräume dieser Filtermedien zu groß ist.
Nun habe ich komplett auf Helix12 umgestellt:
 
Diese 12‑mm großen Kunststoffteile mindern die Geräusche extrem und bieten außerdem eine beeindruckend große Oberfläche! Unter dem Aquarium wird dann über ein 5‑Kammer-Filterbecken mit 300 l Volumen gefiltert:
 
1. Kammer: große Würfel aus grobem Filterschwamm, sehr freiliegend für gute Umströmung
2. Kammer: Eine Japanmatte 100 × 120 cm, passend zugeschnitten
3. Kammer: Eine Japanmatte 100 × 120 cm, passend zugeschnitten
4. Kammer: Mix aus Siporax, Zeolith und Lavasteine
5. Kammer: Technikkammer mit Rückförderpumpe (Oase Aquamax Eco 6000 CWS, effektiv ca. 3600l/h bei 1,60 m Förderhöhe und nur 60W) und Heizung/Wärmetauscher
Sämtliche Rohrleitungen wurden aus 40‑mm-PVC-Rohr gemacht.
 
Der Besatz für das Becken:
1/2? Aristochromis christyi NZ
1/1 Buccochromis nototaenia WFNZ (1/2 ist geplant)
1/2? Champsochromis caeruleus WFNZ
0/2 Copadichromis borleyi ‚Kadango‘ NZ (werden abgegeben)
2/3 Cyrtocara moorii NZ
1/2 Dimidiochromis compressiceps WFNZ
1/3 Exochochomis anagenys WFNZ
1/2? Fossorochromis rostratus WFNZ
3/2 Labidochromis caeruleus NZ
1/1 Mylochromis spec. ‚Mchuse‘ WFNZ (werden abgegeben)
1/2 Nimbochromis venustus NZ
1/2 Tyrannochromis nigriventer WFNZ (sobald die Geschlechter bekannt sind, ändere ich auf 1/2)
 
Welse:
4 Synodontis petricola (Tanganjikasee-Welse)
 
Malawisee-Aale:
 
2 Aethiomastacembelus shiranus WF
2 Aethiomastacembelus sp. ‚rosette‘ WF
 
Hinweis:
Der Besatz wird noch bei einigen Arten optimiert, dies wird aber nach und nach kommen.

Fazit:

Unsere Beispiele sollen angehende, aber auch schon jetzige Aquarianer dazu inspirieren, sich mit der Thematik Malawisee-Aquaristik näher zu befassen. Auch dieses Beispiel ist in unseren Augen eine weitere Option, welche wir euch hier präsentieren möchten. Absolut gelungen und nun auch dauerhaft bei uns auf der Webseite zu sehen.

Schaut euch auch unsere anderen Beispiele zum Thema Mbuna-Aquarien, Sandzone-Aquarien oder auch natürlich die Nonmbuna-Aquarien hier an!

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Autor: Dennis Rüsing
Bilder: Dennis Rüsing

Video: Pete Barnes

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