Steckbrief zu diesem Buntbarsch!
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In diesem Steckbrief haben wir alle Informationen zu Pseudotropheus brevis zusammengestellt. Diese hier beschriebene Art ist bei Chinyamwezi Island heimisch.
Taxonomische Geschichte:
- Melanochromis brevis, Trewavas, 1935, ursprüngliche Kombination
- Pseudotropheus brevis, Johnson, 1975, neue Kombination
- Melanochromis brevis, Johnson, 1978, restauriert Kombination
- Pseudotropheus williamsi ’nkudzi‘, Ribbink et al., 1983, Fehlbestimmung
- Pseudotropheus brevis, Konings & Stauffer-Jr, 2012, restauriert, Kombination
Anmerkung zum Buntbarschverzeichnis hier auf der Webseite!
Vorwort
Mit dem Buntbarschverzeichnis haben wir eine Sammlung zusammengestellt, die Mbuna- und Nonmbuna-Arten aus dem Malawisee beschreibt. Hier bekommt man eine Menge Informationen, zu diesen endemisch lebenden Buntbarschen aus dem Malawisee.
Aber auch Informationen zur Haltung und Pflege, für das Malawisee-Aquarium. Wir geben hier auch Beckengrößen mit an, die dem Malawisee-Aquarianer helfen sollen, diese doch recht aggressiven Fische im richtigen Umfeld zu pflegen.
Das Verzeichnis
Oftmals sind der Charakter und auch die Ernährungsweise bei Mbuna und Nonmbuna sehr unterschiedlich. Dieses Thema ist auch im Verzeichnis erwähnt. Nur wenige Mbuna-Arten kann man mit Nonmbuna zusammen pflegen. Es gibt zwar Ausnahmen, aber diese sind eher selten.
Bei den meisten Arten hier im Buntbarschverzeichnis haben wir auch kurze Video-Clips eingebaut, oftmals Eindrücke vom Malawisee, oder aber von den Fischen selbst. Nutzt dieses Verzeichnis zur Abklärung und zum Kennenlernen der einzelnen Arten.
Dies kann letztlich nur helfen, Fehler zu vermeiden.
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Im Video oben, so ähnlich nah an der Wasseroberfläche, kann man auch den ‚Brevis‘ im See beobachten. Video dient hier lediglich als Beispiel!
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Hinweis:
Pseudotropheus brevis wurde durch die Internationale Union zur Erhaltung der Natur (IUCN) in der Roten Liste bedrohter Arten bewertet. Diese Art ist als stark gefährdet (2018) eingestuft.
Die Eckdaten zu Pseudotropheus brevis!
Größe:
Der Pseudotropheus brevis erreicht im Malawisee eine Körpergröße von ca. 14–15 cm bei den Männchen, die Weibchen dieser Mbuna-Art bleiben etwas kleiner und kommen auf ca. 11–12 cm Körpergröße.
Es kann aber sein, dass im Aquarium der eine oder andere Zentimeter mehr dazukommt, was an zu üppiger Fütterung liegen kann. Hier lieber nach dem Motto‘ Weniger ist manchmal mehr‘ handeln.
Verbreitung:
Der Pseudotropheus brevis ist in den felsigen und eher flachen Bereichen des Malawisees zu finden. Hält sich oft in den Brandungsbereichen auf. Die Inseln Chinyankwazi und Mumbo im südlichen Teil des Sees sind deren Heimat.
Ernährung:
Pseudotropheus brevis wird zu den Omnivoren Mbuna-Arten gerechnet. Diese Art vertilgt sowohl Algen als auch Kleinstlebewesen und macht sich im Malawisee auch immer wieder über Plankton her.
Gerne hält sich diese Mbuna-Art auch knapp unter der Wasseroberfläche auf und wartet geduldig darauf, Insekten, die auf der Oberfläche landen, zu verspeisen. Im Aquarium sollte man der Art eine Futtersorte anbieten, die zwar proteinhaltig ist, aber dennoch nicht zu viel davon geben. Lieber eine Sorte nehmen, die etwas weniger Protein hat, und dafür regelmäßig Frostfutter oder Lebendfutter reichen.
Ferner nimmt diese Buntbarsch-Art alle gängigen Futtersorten, die es auch im Handel zu kaufen gibt.
Fortpflanzung/Zusammenstellung:
Auch Pseudotropheus brevis wird zu den Maulbrütern im Malawisee gezählt. Diese Mbuna können sehr aggressiv sein, vor allem innerartlich ist ordentlich Dampf unter den Tieren. Da diese Fische revierbildend sind, können sie mitunter auch anderen Arten gegenüber aggressiv auftreten.
Diese Buntbarsch-Art sollte nur mit anderen durchsetzungsstarken Mbuna zusammen gepflegt werden. Eine Pflege mit Nonmbuna ist absolut zu vermeiden. Man kann diese Art in der Haremshaltung pflegen, zum Beispiel 1 M und 2–4 W.
Eine Gruppenhaltung zum Beispiel (3 M/4–5 W) ist nicht ausgeschlossen, hier sollte aber die Beckengestaltung sehr gut überlegt sein.
Beckengröße:
Die Malawisee-Aquariumgröße sollte für Pseudotropheus brevis ab 800 Litern losgehen und eine Aquarium-Kantenlänge ab 200 cm betragen. Nach oben ist alles möglich und immer vom Beibesatz abhängig.
Dekoration:
Bei Pseudotropheus brevis sollte eine reine Felszone gestaltet werden. Hier kann man auch ruhig einige Steinformationen bis nah an die Wasseroberfläche ziehen, was der Art entgegenkäme. Das Aquarium sollte hervorragend strukturiert sein, viele Spalten und Durchgänge sind wichtig.
Wie erwähnt, besetzt diese Mbuna-Art feste Reviere!
Auch Sichtschutz muss mit überlegt werden sowie optische Reviergrenzen, das mindert etwas die Aggression der Männchen. Pflanzen spielen im Bereich der Felszonen keine Rolle, und möchte man naturnah gestalten, sollten diese auch wegbleiben.
Fazit:
Pseudotropheus brevis ist eine wundervolle und auch schöne Mbuna-Art, die es aber auch heftig drauf hat und auch im Aquarium austeilen kann. Bitte genau vorher schlau machen und auch die Gestaltung des Aquariums muss gut überlegt sein.
Hinweis:
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Autor: Simon Thal, Florian Bandhauer
Bilder: Pete Barnes, Ad Konings
Video: Pete Barnes






