Malawisee-Buntbarsche – die Maulbrüter!
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Malawisee Maulbrüter
Eine Definition zum Wort Maulbrüter (Die 1.-Malawisee Maulbrüter) und was es damit auf sich hat.
Speziell zu Malawisee-Buntbarschen, aber auch bei anderen Süßwasserfischen ist dies sehr verbreitet. Viele Arten unter den Buntbarschen, haben zum speziellen Schutz ihres Nachwuchses, diese Eigenart über Jahrmillionen entwickelt.
Dabei werden die Eier im Maul des Weibchens ausgebrütet. Und auch nach dem Schlüpfen werden diese Jungfische bis zu einem gewissen Alter vom Muttertier, sofern Gefahr droht, im Maul versteckt.
Das ganze System hat sowohl Vorteile als auch einige Nachteile.
Brutpflege
Ein enormer Vorteil ist bei Malawisee Maulbrüter, dass bei Gefahr von außen, die Mutter die Jungtiere ins Maul nimmt und den Standort wechseln kann.
Bei Substratlaichern ist dieses etwas schwieriger, und dadurch auch das Gelege, eher Gefahren von außen ausgesetzt. Die Nachteile bei Maulbrütern dabei sind, dass nicht so viele Eier ausgebrütet werden können, da der Platz im Maul doch begrenzt ist.
Was nicht bedeutet, dass es etliche Eier werden können, auch abhängig von der Buntbarsch-Art aus dem Malawisee.
Allerdings birgt dies wiederum, eine erhebliche Ersparnis der Energieressourcen eines tragenden Weibchens. Sehr verbreitet ist diese Art von Brutpflege (Malawisee Maulbrüter), vor allem bei den ostafrikanischen Buntbarscharten, aber auch, wie bereits davor erwähnt, auch bei anderen Buntbarschen fremder Kontinente.
Die Malawisee Maulbrüter
Bei der ‚maternalen‘ Maulbrutpflege sind die Weibchen diejenigen, welche die Brut aufnehmen.
Bei der Variante der ‚paternalen‘ Maulbrutpflege, sind es die Männchen, welche die Brut aufnehmen. Dann gibt es noch die ‚biparentale‘ Maulbrutpflege, hierbei können beide Elterntiere, die Brut aufnehmen und wechseln sich auch damit ab.
Tragezeit bei Weibchen
Die Malawisee Maulbrüter tragen die Eier ca. 3 Wochen im Maul aus, bevor der Tag des sogenannten ‚Ausspuckens‘ kommt. Dann werden diese aus dem Maul entlassen. Je nach Art kümmern sich die Weibchen mehr, oder auch weniger intensiv darum.
Im Malawisee-Aquarium wird von vielen Aquarianern oft berichtet, dass viele Weibchen ihren Nachwuchs nicht so wieder ins Maul nehmen, wie in der freien Natur. Man sollte dies im Malawi-Aquarium, selbst genau beobachten.
Ebenfalls ist zu berichten, dass viele (nicht alle) Weibchen der Malawisee-Buntbarsche ihr Fressen für eine gewisse Zeit komplett einstellen. Oftmals sehen, oder können die Weibchen nach 2 Wochen ziemlich abgemagert wirken.
Malawisee Maulbrüter können solche Phasen normalerweise gut überstehen. Und erholen sich danach auch schnell wieder.
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Es gibt aber auch andere Maulbrüter-Arten wie diesen Pseudocrenilabrus nicholsi aus Westafrika!
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Weibchen – Die Maulbrüter
Das Thema ist wirklich hochkomplex, und da bei den Malawisee-Maulbrütern der Trieb der Fortpflanzung, extrem ausgeprägt ist.
Sollte eine Buntbarsch-Art, vor allem aus dem Malawisee, auch aus diesen Gründen immer zumindest in der Haremshaltung gepflegt werden. Es besteht die Gefahr, dass sich das Weibchen nach dem Ausspucken wieder paart und diese nicht die Möglichkeit hat, sich zu erholen.
Fressen, sich ausruhen usw. Ist diese dann zu geschwächt, besteht das Risiko, dass sie verenden kann.
Deswegen sollte man bei Malawisee-Buntbarschen immer mehrere Weibchen, zu einem Männchen setzen. Die sogenannte ‚Haremshaltung‚. Ebenfalls besteht die Möglichkeit, eine Gruppenhaltung im Malawisee-Becken zu probieren.
Dies bedeutet mehrere Männchen und einige Weibchen. Hier sind aber die Beckengröße sowie der Beibesatz wichtig, vor allem was die Endgröße der Gruppe angeht.
So kann sich das dominante Männchen dann auch abwechselnd um andere Weibchen seiner Gruppe bemühen. Malawisee-Buntbarsche sind immens produktiv, dies sollte man im Vorfeld wissen. Hat man nicht vor, hier den Nachwuchs weiterzugeben, sollte man diesen im Aquarium belassen.
Zu 98 % überleben nicht viele Jungfische im Malawi-Aquarium, da sie gerne als Lebendfutter von den anderen Insassen gesehen werden.
Aber auch der eigene Erzeuger kann sich am Nachwuchs vergreifen.
Hinweis:
Bitte wirklich genau überlegen, ob man diese separieren will, der Markt ist überflutet mit Buntbarschen. Wenn man nicht wirklich weiß, wohin damit, lasst sie lieber im Aquarium, denn die Natur regelt dies dann auf ihre ganz eigene Art.
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Autor: Florian Bandhauer
Bilder: Florian Bandhauer, Holger Oelkers, Walter Vásquez, Marc Boulden
Video: Walter Vazques












