Steckbrief zu diesem Buntbarsch!
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Pseudotropheus elegans und alle Hintergrundinformationen zu dieser Mbuna-Art sowie zur Pflege im Malawisee-Aquarium.
Taxonomische Geschichte:
- Pseudotropheus elegans, Trewavas, 1935:72, ursprüngliche Kombination
- Pseudotropheus sp. ‚acei‘, Konings, 2007:309, Fehlbestimmung
- Pseudotropheus livingstonii, Konings, 2007:305, älteres Synonym (incorrectly synonymized with P. livingstonii)
Anmerkung zum Buntbarsch-Verzeichnis hier auf der Webseite!
Vorwort
Mit dem Buntbarsch-Verzeichnis haben wir eine Sammlung zusammengestellt, die Mbuna- und Nonmbuna-Arten aus dem Malawisee beschreiben. Hier bekommt man eine Menge Informationen, zu diesen endemisch lebenden Buntbarschen aus dem Malawisee.
Aber auch Informationen zur Haltung und Pflege, für das Malawisee-Aquarium. Wir geben hier auch Beckengrößen mit an, die dem Malawisee-Aquarianer helfen sollen, diese doch recht aggressiven Fische im richtigen Umfeld zu pflegen.
Das Verzeichnis
Oftmals sind der Charakter und auch die Ernährungsweise bei Mbuna und Nonmbuna sehr unterschiedlich. Dieses Thema ist auch im Verzeichnis erwähnt. Nur wenige Mbuna-Arten kann man mit Nonmbuna zusammen pflegen. Es gibt zwar Ausnahmen, aber diese sind eher selten.
Bei den meisten Arten hier im Buntbarsch-Verzeichnis haben wir auch kurze Videoclips eingebaut, oftmals Eindrücke vom Malawisee, oder aber von den Fischen selbst. Nutzt dieses Verzeichnis zur Abklärung und dem Kennenlernen der einzelnen Arten.
Dies kann letztlich nur helfen, Fehler zu vermeiden.
Größe:
Pseudotropheus elegans erreicht im Malawisee eine Körpergröße von ungefähr 14 cm bei den Männchen, deren Weibchen im Vergleich etwas kleiner bleiben und auf ungefähr 11–12 cm Körpergröße kommen.
Im Malawisee-Aquarium kann aber durch falsche oder zu üppige Ernährung auch mal 1–2 cm Körpergröße dazu kommen. Bitte im Vorfeld genau schauen, welches Futter man diesem Mbuna reicht.
Verbreitung:
Der Pseudotropheus elegans kommt sowohl im nördlichen Teil des Malawisees vor, einschließlich der Chilumba-Bucht und des bekannten Standorts ‚Insel Chitande‘. Aber auch weiter südlich bei Kasinda (Selewa) wurde diese Mbuna-Art nachgewiesen. Ad Konings folgend betrachtet dieser die nördlichen Populationen von Ngara, Karonga und Itungi mittlerweile als ‚Varianten‘ dieser Buntbarsch-Art.
Natürliche Heimat im See sind die leichten Übergangszonen. Hier bewegt sich dieser Mbuna zwischen den Spalten und Durchgängen, nutzt aber auch gerne die Sandflächen dazwischen.
Ernährung:
Dieser Mbuna wird zu den limnivoren Buntbarschen im Malawisee gerechnet. Pseudotropheus elegans ernährt sich von Algen (Aufwuchs), welche auf Holz wachsen oder Steinen. Dabei nimmt dieser auch Kleinstlebewesen mit auf. Ebenfalls nachgewiesen ist, dass gerne immer wieder Plankton mit auf dem Speiseplan zu finden ist.
Im Aquarium sollte man eine eher proteinarme Futtersorte mit viel Spirulina-Anteil aussuchen. Man darf aber gelegentlich auch mal Frostfutter reichen in Form von schwarzen oder weißen Mückenlarven, Krill oder Mysis z.B.!
Ansonsten nimmt dieser Mbuna alle gängigen Futtersorten an, die es auch im Handel zu kaufen gibt.
Fortpflanzung/Zusammenstellung:
Auch der Pseudotropheus elegans wird zu den maternalen Maulbrütern im Malawisee gerechnet. Die Art gilt als extrem entspannt und zeigt nur wenig Aggression, weswegen hier auch eine Gruppenhaltung möglich ist. Als Beispiel 3–4 Männchen und 4–5 Weibchen. Natürlich immer abhängig von der Aquariumgröße.
Auch die sogenannte Haremshaltung ist aber machbar. Als Beispiel 1 Männchen und 3–4 Weibchen.
Grundsätzlich sollte dieser Mbuna mit nicht zu aggressiven anderen Mbuna-Arten gepflegt werden. Dafür ist diese Buntbarsch-Art zu durchsetzungsschwach.
Beckengröße:
Die Aquariumgröße sollte bei mindestens 400 Litern angesetzt werden. Eine Aquarium-Kantenlänge von 150 cm wäre auch als unterstes Maß zu sehen. Je mehr, desto besser für die Tiere. Nach oben sind wie immer keine Grenzen gesetzt.
Anmerkung:
Es gibt Webseiten, die diese Mbuna ab 300 Litern empfehlen. Dies tragen wir nicht mit. Die Art kann schon sehr groß werden im Aquarium.
Dekoration:
Für den Pseudotropheus elegans sollte eine leichte Übergangszone nachgestellt werden im Malawisee-Aquarium. Hohe Steinformationen im Wechsel mit einigen Sandflächen sollten für diese Buntbarsche schon sein. Ebenfalls einige Spalten und Durchgänge mit überlegen. Die Art nutzt diese sehr gerne. Auch Schattenzonen sollten mit überlegt werden. Diese kann man ziemlich einfach durch die modernen dimmbaren LED‑Leuchten umsetzen.
Fazit:
Der Pseudotropheus elegans ist dem Pseudotropheus sp. ‚acei‘ sehr ähnlich, auch wenn der Acei mehr in der Sandzone beheimatet ist. Aber auch charakterlich sind beide Arten ziemlich entspannt. Wenn man einiges beherzigt, hat man viele Jahre Spaß an diesen schönen Mbuna.
Hinweis:
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Autor: Florian Bandhauer
Bilder: Mark Thomas, Birger Lessow, Elton Panagi
Video: Polyfrio









