Hinweise zur Einrichtung eines Malawisee-Beckens!
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Einrichtungsführer zu Malawisee-Aquarien: In diesem Beitrag möchten wir euch grundlegende Tipps zur Einrichtung eines Malawi-Beckens geben – und alles, was man für den Start so braucht. Angefangen von den wichtigsten Materialien, über die Technik, und das Licht bis hin zu so Einigem mehr.
Dazu einige Eckpunkte zum Einrichtungsführer
1) Beckengröße:Ab 300 Litern und mehr – nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Ebenso wichtig sind die Aquarium-Kantenlänge und die Tiefe. |
2) Technik:Die Filterleistung sollte immer mindestens die 3‑ bis 4‑fache Menge, des Beckenvolumens betragen, ‚brutto‘, die der Filter pro Std. umwälzt. Das Filtervolumen sollte sich bei mindestens 4–5 % des Beckenvolumens bewegen. Ebenso wird beim Einrichtungsführer zu Malawisee-Aquarien eine Strömungspumpe, oder ein Schnellfilter (von der Beckengröße abhängig) empfohlen. Sowie ein Regelheizer (Empfehlung: Firma Eheim/Jäger). Bei der Strömungspumpe ist darauf hinzuweisen, dass die Bewohner der mittleren Wasserschichten durch deren Anwendung ein besseres Sauerstoffangebot bereitgestellt bekommen. |
3) Die Beleuchtung:Malawi-Buntbarsche mögen eher dunklere, gedimmte Beleuchtung. Bei LEDs ist dies von Vorteil, wenn diese dimmbar sind. Um es kurz zu machen, Malawisee Buntbarsche sind nicht auf eine bestimmte Beleuchtung angewiesen. Von Vorteil aber sind blaue und kaltweiße Leuchtmittel. Ob Leuchtstoffröhren, LED‑Beleuchtung, Quecksilberdampfstrahler, normale Zimmerlampen, oder allein Tageslicht das Becken beleuchten, dürfte für die Fische ziemlich unwichtig sein. So ist es letztlich eine Frage des persönlichen Geschmacks, ob der eine oder andere Lichttyp zum Einsatz kommt und somit bestimmte Farben der Fische betont werden. Die obige Einschätzung ist leicht zu begründen: Freilandbeobachtungen zeigen, dass die meisten Malawis nicht auf einen engen Tiefenbereich fixiert sind, sondern recht flexibel sind. Viele Arten kommen vom ufernahen Flachwasser bis in Tiefen von 30 bis 40 Metern vor. Das entspricht Lichtverhältnissen von gleißendem Sonnenschein (Flachwasser) bis hin zum Halbdunkel (tiefes Wasser). An manchen Stellen kommt eine Art über Felsgrund im Flachwasser vor, an einer anderen Küste findet man dieselbe Art an einem tiefen Steinriff. Durch die tropische Regenzeit, die am Malawisee herrscht, wird dieser nicht optimal ausgeleuchtet, daher auch das Fazit: Eher etwas dunkler ausleuchten! |
4) Der Bodengrund:Bei diesem Einrichtungsführer zu Malawisee-Aquarien wäre feiner Sand (Quarzsand) die richtige Wahl. Die Körnungsstärke sollte zwischen 0,3 und 1,0 mm betragen. Die Farbe des Bodengrundes kann von cremefarben bis beige und dunkler gehen. Auch einwandfrei ist grauer bis dunkelbrauner Sand. Liegt daran, dass in ca. 10 bis 15 Metern Tiefe, der vorhandene Bodengrund im Malawisee ebenso gräulich bis bräunlich wirkt, da nicht mehr so viel Licht von der Sonneneinstrahlung durchdringt. |
5) Dekorationselemente (Steine):Absolut zu empfehlen sind folgende Gesteinstypen: Feldsteine, Basaltsteine, Jurasteine, Sandsteine, Flusssteine, künstliche Stein-Nachbildungen, um mal einige zu nennen. Absolut nicht zu empfehlen, da zu scharfkantig, sind folgende Gesteinstypen: Schiefer, Riffplatten, Lavagestein (wenn nur abgeschliffen) und alle Arten an Vulkangestein, die scharfkantig sind. Ebenso tabu sind Gesteinssorten mit Metalleinschlüssen. Ferner gibt es eine ganze Menge an künstlichen Steinen, die heutzutage qualitativ hervorragend sind und auch den echten, in fast nichts nachstehen. Der Vorteil hier ist auch das viel geringere Gewicht. Beim Einrichtungsführer zu Malawisee-Aquarien muss man nicht auf Holz verzichten:Aber bitte entweder künstliches benutzen, es gibt tolle Nachbildungen, die man dekorieren kann. Oder echtes Holz. Hier kann man gut Buchenäste und -zweige nutzen, diese geben nämlich keine, oder kaum Huminsäuren an das Wasser ab. |
6) Rückwände:Ab einer Beckengröße von 500 l und mindestens 50 cm Tiefe zu empfehlen (Geschmacksache, aber wenn man sich dafür entscheidet: Steinmotive wählen!). Es gibt auch die Alternative von Slimline-Rückwänden, oder schwarze und blaue Folien nehmen. Diese gibt es von verschiedenen Herstellern. Auch ausgezeichnet ist Abtönfarbe, die man von außen an die Rückscheibe des Malawisee-Aquariums auftragen kann. |
7) Pflanzen:Bei diesem Einrichtungsführer zu Malawisee-Aquarien ist natürlich auch das Thema Pflanzen zu erwähnen. Im See selbst kommen Pflanzenbestände in Form von Gräsern, die den Vallisnerien sehr ähnlich sind, z. B. vor. Es gibt noch einige andere Pflanzenarten, die wir im Pflanzen-Verzeichnis erwähnt haben. Für die Buntbarsche des Malawisees sind Pflanzen in den allermeisten Fällen ohne Bedeutung. Es gibt nur ganz wenige Buntbarscharten, die bevorzugt in Pflanzenbeständen angetroffen werden. Die weitaus überwiegende Mehrzahl aller Malawisee-Buntbarsche lebt dagegen in Biotopen, in denen Pflanzen nicht oder praktisch nicht vorkommen. Inzwischen gibt es wirklich perfekte Nachbildungen von Pflanzen, diese haben wir hier im Einrichtungsführer auch gelistet. Wie z. B. von der Firma ‚Pangearocks‘ aus Dänemark. Erkundigt euch mal darüber, wir haben hier auch einige Beispiele mit diesen künstlichen Nachbildungen als Beckenbeispiele auf der Webseite. |
8) Besatz:Einrichtungsführer zu Malawisee-Aquarien hier bezogen auf Nonmbuna Man kann hier bei etlichen Arten sowohl die Gruppenhaltung als auch die Haremshaltung empfehlen. Dazu könnt ihr das Buntbarsch-Verzeichnis auf der Webseite nutzen. Das Ganze richtet sich aber nach dem Gesamtbesatz und sollte im Vorfeld überdacht werden. Nonmbuna sind von ihrem natürlichen Verhalten nicht ganz so aggressiv wie Mbuna, aber auch bei diesen kann unter bestimmten Umständen eine Gruppen- oder Haremshaltung überlegt werden. Einige wenige Mbuna-Arten kann man auch mit etlichen Nonmbuna (nicht allen) zusammen pflegen. Welche genau, haben wir in einem gesonderten Beitrag für unsere Leser erfasst. |
9)Welse:Eine eigene Kategorie zum Thema ‚Einrichtungsführer zu Malawisee-Aquarien‘ sind die Synodontis-Welse. Etliche pflegen Tanganjika-Welse im Malawisee-Aquarium, wie den Synodontis lucipinnis, Synodontis polli white, oder auch den Synodontis multipunctatus, was wegen der ähnlichen Wasserparameter des Malawisees und des Tanganjikasees funktioniert. Anmerkung: Wir raten dringend davon ab, Synodontis multipunctatus bei Malawisee-Buntbarschen zu pflegen. Diese Welse sind sogenannte Kuckuckswelse, die ihre Eier unter die Eier von Malawisee-Buntbarschen legen und die Buntbarsche tragen diese aus. Sind die Weibchen der entsprechenden Art zu klein, kann es passieren, dass diese daran versterben. Dazu gibt es ebenfalls einen Beitrag hier auf der Webseite. |
10) Ernährung:Beim Thema Einrichtungsführer, Hinweise zu Nonmbuna und Utaka: Diese benötigen fast alle proteinreiche Kost. Bei den Mbuna-Arten muss man genauer schauen. Hier ist die überwiegende Zahl der Arten limnivore Buntbarsche, es gibt einige wenige Mbuna-Arten, die zu den Carnivoren gezählt werden. |
11) Wasserwerte:Wir empfehlen bei diesem Einrichtungsführer zu Malawisee-Aquarien einen wöchentlichen Wasserwechsel, von mindestens 50 %. Mehr ist natürlich erwünscht. Hier spielt die Beckengröße keinerlei Rolle. Der pH-Wert:Vertretbar sind Werte, die zwischen 7,5 und 8,5 liegen. Schwanken sollte dieser aber möglichst nicht, oder nicht zu extrem. Optimal sind Werte zwischen 8,0 und 8,2! Bei einem pH-Wert unter 7,5 ist es für die Buntbarsche nicht länger als fünf Tage erträglich. Der GH-Wert:Vertretbar sind Werte zwischen 4 und 20. Auch hier sollte der Wert nicht schwanken. Optimal sind Werte zwischen 6 und 12 (und nur wegen der Sommerzeit dort, bezüglich Verdunstung). Der KH-Wert:Vertretbar sind Werte zwischen 6 und 20. Auch hier sollte der Wert nicht schwanken (geht auch mal über 20, wegen der Verdunstung sowie Übersalzung). Optimal sind Werte zwischen 8 und 10. Nitrat-Wert:Vertretbar sind Belastungen zwischen 0 und 25 mg, das Maximum ist mit 40 mg mehr als erreicht – spätestens dann sollte man eingreifen! Optimal ist ein Wert um die 10 mg. Nitrit-Wert:Vertretbar sind Werte von 0 bis 0,3 mg. Aber hier ist eindeutig festzuhalten: Je geringer, desto ungefährlicher für die Fische! Optimal sind Werte mit 0,00 mg. Ammonium/Ammoniak NH3 & NH4:Diese Werte sollten bei einem pH‑Wert ab 8 mitgemessen werden! Optimal sind Werte mit 0,00 mg. |
Ebenfalls ein bedeutungsvoller Beitrag auf dieser Webseite ist: ‚Basis-Informationen zum Malawisee-Aquarium‚.
Hinweis:
Dieser Beitrag zum Thema, ‚Einrichtungsführer zu Malawisee-Aquarien‘ soll nicht abschließend sein. Der Bereich Malawisee-Aquaristik entwickelt sich immer weiter und wir passen immer wieder alles an. Sodass unsere Leser auf dem neuesten Stand sind und auch bleiben.
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Autoren: Florian Bandhauer, Andreas Carsten
Bilder: Florian Bandhauer, Holger Hohmeier, Roman Kostan
Video: Florian Bandhauer





