Das Paradies der Buntbarsche
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Der Malawisee – sehr bekannt für seine endemisch lebenden Buntbarsche! Der See, der alle Aquarianer fasziniert, hier Eckdaten dazu!
Dieser See liegt im Großen Graben Afrikas und zählt damit zu den Grabenseen.
Mit 600 km Länge ist er der neuntgrößte See der Welt. Er ist langgestreckt und im Durchschnitt rund 50 km breit. An den tiefsten Stellen ist er circa 700 m tief und liegt 472 m über dem Meeresspiegel.
Anrainerstaaten
Der Malawisee wird von den Staaten Malawi, Mosambik sowie Tansania umschlossen. Mit 30000 Quadratkilometern bietet der See auch in der Trockenzeit reichlich Trinkwasser und wird auch als Reservoir genutzt. Er dient zudem als Wasserweg für oftmals abgelegene Gebiete und wird mit Fähren befahren.
Die Wassertemperatur sinkt in der Mitte des Sees nicht unter 23 Grad ab.
Die chemische Zusammensetzung bleibt über das ganze Jahr relativ konstant. Der pH‑Wert schwankt zwischen 7,8 und 8,5, in der Seemitte bewegt sich der pH‑Wert bei 8,3. Aufgrund des Anteils an gelösten Mineralien liegt die Leitfähigkeit bei circa 230 Microsiemens.
Der Malawisee – die Küstenlandschaft
Die Küstenlandschaft ist optisch nicht immer gleich, allerdings sind die meisten Abschnitte mit Schilf oder Sandstränden gesäumt. Es gibt sumpfige Gebiete, die sich immer wieder mit Felslandschaften abwechseln.
Der Malawisee und seine Bewohner sind für Biologen aus aller Welt eine Spielwiese der Evolution, und mit über 600 Arten das artenreichste Süßwasserbiotop der Welt.
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Die sieben Lebensräume des Malawisees
1. FELSZONE
2. SANDZONE
3. SAND-FELS-ÜBERGANGSZONE
4. UFERNAHES FREIWASSER
5. UFERFERNES FREIWASSER
6. TIEFWASSER
7. FLUSSMÜNDUNGEN UND RÖHRRICHTZONEN
Weiter im Beitrag zu ‚Der Malawisee‘: Wirklich für die Aquaristik von Bedeutung sind vor allem die Fels- und Übergangszonen, mit ihren farbenprächtigen Felsenbuntbarschen (Mbuna).
An dieser Stelle ist natürlich zu erwähnen, dass ein großer Teil der Nonmbuna, ebenfalls diese Lebensräume bewohnt.
Der Malawisee – Mbuna-Arten
Gerade Mbuna sind oft sehr ortstreu und bewegen sich fast ausschließlich entlang der Felsen, oder Steine. Normalerweise stellen ‚Sandzonen‘ fast unüberwindbare Hindernisse dar. Die enge Bindung an die Felsen, geht bei manchen Arten so weit, dass ihr Sinn für oben und unten verloren gegangen ist.
Die Buntbarsche, etwa aus der Pseudotropheus-Elongatus-Familie, orientieren sich ausschließlich nach dem Verlauf der Felsen. Meist kopfüber verbringen sie ihre Zeit mit Kämpfen, Fressen und der Fortpflanzung.
Sie werden auch als sogenannte Rückenschwimmer bezeichnet.
Ebenso außergewöhnlich ist Geniochromis Mento. Diese Art hat eine sehr spezielle Nische gefunden, um sich ihren Lebensraum zu sichern. Mit seiner 10–12‑cm-Körpergröße ist er normal groß. Das Bemerkenswerte ist, dass er ein sogenannter Flossen- oder auch Schuppenfresser ist.
Größtenteils schleicht er sich von hinten, oder von unten an seine Opfer heran, und durch einen plötzlichen Vorstoß wird dem ausgewählten Opfer ein Stück Flosse abgebissen. Fast alle Buntbarsche in der Umgebung dieser Art sind davon gekennzeichnet.
Planktonfresser
Der Malawisee und hier mal diese Art erwähnt.
Cynotilapia Afra, um eine weitere Art zu erwähnen, gehört diese zu den wenigen Felsenbuntbarschen, die sich überwiegend von Plankton ernähren. Im Laufe der Evolution hat diese Mbuna-Art nadelspitze Zähne entwickelt, die hervorragend dazu geeignet sind, kleine Tiere zu ergreifen und festzuhalten.
Interessant ist auch Nimbochromis Livingstonii:
Dieser Räuber spielt gern toter Fisch!
Er hat eine sehr eigene Art entwickelt, indem er auf die Seite kippt und sich tot stellt. So verharrt er dann etliche Minuten regungslos, bis ein anderer Buntbarsch in seine Nähe schwimmt, um sich dann blitzartig über diesen herzumachen.
Von den einheimischen Fischern wird er auch Kaligomo – der Schläfer – genannt. Eine der Theorien besagt, dass sein merkwürdiges Fleckenmuster dem eines in Verwesung übergegangenen Fisches ähneln soll.
Die Sandbuntbarsche
Beim Thema ‚Der Malawisee und seine Bewohner‘ sind auch die Sandbuntbarsche zu erwähnen. Zu diesen Sandbuntbarschen ist festzustellen, dass es Arten gibt, die Sandburgen mit Kratern auftürmen.
In diesen könnte bequem ein ausgewachsener Mensch drin liegen. Dies wird von uns mal demnächst näher erläutert. Bei allen Maulbrütern aber gleich ist die Tragezeit der Weibchen im Maul.
Diese beträgt 3 Wochen, auch hier später mehr dazu, gesondert!
Quellen:
Einige Textpassagen wurden aus folgenden Büchern übernommen.
AULONOCARA-KAISERBUNTBARSCHE von Andreas Butze (2002)
MALAWISEECHILIDEN von Peter Bredell (1999)
MALAWISEE-BUNTBARSCHE/ERFOLGREICHE HALTUNG UND ZUCHT von Andreas Spreinat (2002)
MALAWISEE-BUNTBARSCHE/TEIL 2: ARTEN UND LEBENSRÄUME von Andreas Spreinat (2006)
MALAWISEE-CHILIDEN von Bernd Degen (2005)
ATLAS DER MALAWISEECHILIDEN –-Band 1–3 von Ad Konings
HANDBUCH AQUARIEN-WASSER von H.J. Krause (1995)
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Autor: Florian Bandhauer
Bilder: Pete Barnes, Thomas Engel
Video: Pete Barnes









