Steckbrief zu diesem Buntbarsch!
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Tropheops sp.’higga‘ und alle Eckdaten und Informationen zu dieser Mbuna Art und zur Pflege im Mbuna Aquarium.
- Pseudotropheus ‚Tropheops Chilumba‘, Spreinat, 1994, vorläufiger Name
- Pseudotropheus sp. ‚tropheops higga‘, Konings, 1995, vorläufiger Name
- Tropheops sp. ‚higga‘, Konings, 2001, vorläufiger Name
Anmerkung zum Buntbarschverzeichnis hier auf der Webseite!
Vorwort
Mit dem Buntbarschverzeichnis haben wir eine Sammlung zusammengestellt, die Mbuna- und Nonmbuna-Arten aus dem Malawisee beschreibt. Hier bekommt man eine Menge Informationen, zu diesen endemisch lebenden Buntbarschen aus dem Malawisee.
Aber auch Informationen zur Haltung und Pflege, für das Malawisee-Aquarium. Wir geben hier auch Beckengrößen mit an, die dem Malawisee-Aquarianer helfen sollen, diese doch recht aggressiven Fische im richtigen Umfeld zu pflegen.
Das Verzeichnis
Oftmals sind der Charakter und auch die Ernährungsweise bei Mbuna und Nonmbuna sehr unterschiedlich. Dieses Thema ist auch im Verzeichnis erwähnt. Nur wenige Mbuna Arten kann man mit Nonmbuna zusammen pflegen. Es gibt zwar Ausnahmen, aber diese sind eher selten.
Bei den meisten Arten hier im Buntbarschverzeichnis haben wir auch kurze Video-Clips eingebaut, oftmals Eindrücke vom Malawisee, oder aber von den Fischen selbst. Nutzt dieses Verzeichnis zur Abklärung und zum Kennenlernen der einzelnen Arten.
Dies kann letztlich nur helfen, Fehler zu vermeiden.
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Tropheops sp.’higga‘ und dazu nun die Eckdaten zur Art selbst und zur Pflege im Malawisee Aquarium.
Größe:
Der Tropheops sp.’higga‘ erreicht im Malawisee eine Körpergröße von ca. 10 bis 11 cm bei den männlichen Tieren. Deren Weibchen bleiben etwas kleiner und kommen auf ungefähr 8 bis 9 cm Körpergröße.
Auch bei diesem Mbuna ist zu erwähnen, dass falsche und zu üppige Ernährung im Mbuna-Aquarium dazu führen kann, dass der eine oder andere Zentimeter dazukommen kann. Hier sollte man genau darauf schauen, was man den Tieren füttert.
Verbreitung:
Tropheops sp.’higga‘ ist im nordöstlichen Teil des Malawisees beheimatet und dort in den Gebieten zwischen Mbamba Bay und Lundu zu finden. Hier geht es um die Tiere vom Higga Reef. Diese Mbuna sind in den sedimentfreien Zonen der Übergangszonen heimisch und bewegen sich dort überwiegend über die riesigen Steinformationen.
Die Tiere sind in Tiefen von ca. 3 bis zu 15 Metern zu sehen.
Ernährung:
Auch der Tropheops sp.’higga‘ wird zu den ‚Limnivoren‚ Buntbarsch-Arten des Malawisees gezählt. Diese Mbuna ernähren sich hauptsächlich vom Aufwuchs (Algen), welche auf den Steinformationen wachsen.
Zwar nehmen diese Buntbarsche auch Kleinstlebewesen mit auf, im Aquarium sollte aber die Ernährung sehr proteinarm ausgesucht werden. Eine Sorte mit hohem Spirulina-Anteil wäre optimal. Zu viel Protein und die Tiere verfetten schnell. Dies kann dann unter Umständen zu Krankheiten führen.
Weiterhin nimmt diese Buntbarsch-Art alle gängigen Futtersorten an, die es auch im Handel zu kaufen gibt.
Fortpflanzung/Zusammenstellung:
Auch Tropheops sp.’higga‘ gehört zu den maternalen Maulbrütern im See.
Diese Mbuna sind innerartlich sehr aggressiv und können auch anderen Buntbarsch-Arten gegenüber sehr aggressiv auftreten. Man kann diese Mbuna hervorragend in der Haremshaltung pflegen. Zum Beispiel 1 Männchen und 2–3 Weibchen! Eine Gruppenhaltung ist zwar denkbar, aber hier spielt die Aggression mit und es bedarf enormer Aquarien jenseits von 600 Litern.
Man sollte diesen Mbuna nur mit gleich durchsetzungsstarken Mbuna Arten zusammen pflegen. Und wichtig: Eine Pflege mit Nonmbuna-Arten ist gänzlich ausgeschlossen!
Beckengröße:
Für Tropheops sp.’higga‘ beginnt die Aquariengröße ab 450 Litern und einer Kantenlänge von 150 cm. Möchte man diese Mbuna als Gruppe pflegen, sollten aber Aquarien ab 600 Litern und einer Kantenlänge ab 180 cm angesetzt werden.
Nach oben ist natürlich wie immer alles offen!
Dekoration:
Die Gestaltung für ein Aquarium mit Tropheops sp.’higga‘ sollte eine sehr felsige ‚Übergangszone‚ darstellen. Hohe Steinformationen im Wechsel mit einigen Sandflächen wären sehr naturnah. Dabei aber auch Sichtschutz und Spalten sowie Durchgänge mit bedenken. Diese kann man unkompliziert bei der Gestaltung einbauen.
Ebenfalls von Vorteil und leicht zu bewerkstelligen sind Schattenzonen. Diese kann man leicht über die modernen dimmbaren LED-Leuchten einstellen. Dazu mehr im Beitrag ‚Licht und Schatten‚!
Fazit:
Eine wirklich wunderschöne Mbuna-Art, die aber auch eine extreme Aggression mit an den Tag legen kann. Sofern man einige Dinge im Vorfeld beachtet, hat man sicherlich viele Jahre Spaß an diesen Tieren.
Hinweis:
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Autor: Florian Bandhauer
Bilder: Mark Thomas
Video: Northantsmalawis







