Ein Begriff, der gerne missverstanden wird bei Buntbarschen!

Chindongo demasoni

 

Limnivore Buntbarscharten, die Bezeichnung ‚limnivore Art‘ bei Malawisee-Buntbarschen ist sicherlich wissenschaftlich bestätigt.

Aber die Bezeichnung  ‚Limnivore Buntbarscharten‘ wird gerne falsch angewendet, oder sagen wir, oft falsch genutzt. Wenn man von limnivoren Buntbarschen spricht, wobei der Ausdruck besagt, dass die Tiere Aufwuchs von Steinen und Felsen abgrasen, in denen auch Kleinstlebewesen zu finden sind.

So ist dies im Malawisee zutreffend, denn so sind etliche Arten gerade im Bereich ‚Mbuna‘ zu beobachten.

Limnivore Buntbarscharten – im Malawisee-Aquarium

Wir daheim mit unseren Malawisee-Aquarien halten uns auch an diese doch fundierten Aussagen, zumindest die meisten, die sich damit wirklich auseinandersetzen.

Und wählen und schauen, dass etwaige Arten der Buntbarsche auch zusammenpassen. Dies ist sehr löblich und wird immer mehr praktiziert, leider bei weitem weiterhin nicht von genug Malawisee-Aquarianern, aber es wird besser!

Limnivore Buntbarscharten
Chindongo demasoni

Im Video der Chindongo heteropictus im Malawisee

Chindongo demasoni
Chindongo demasoni

Limnivore Buntbarscharten
Chindongo heteropictus ‚Chizumulu Island‘

Chindongo heteropictus 'Chizumulu Island'
Chindongo heteropictus ‚Chizumulu Island‘
Limnivore Buntbarscharten und wie man es bewertet!

Jedoch kann man bestimmte Dinge auch falsch bewerten, oder angehen.

Wie das Beispiel die Fütterung von Limnivoren Buntbarscharten. Hier entsteht unter Umständen das Problem und hier wird der Ausdruck ‚Limnivore Art‘ missinterpretiert. Denn auch wenn in den Büchern und im (WWW) der Ausdruck bei etlichen Malawisee-Buntbarschen angesetzt wird, so ist die Umsetzung bei der Pflege oft, sagen wir mal, fehlerhaft.

Grundsätzlich sollten wir uns an den Bedürfnissen der Tiere orientieren, das ist richtig, und diese rühren nun mal aus deren Lebensweise im Malawisee her. Aber man kann bedauerlicherweise nicht alles 1:1 auch im Malawi-Aquarium umsetzen, so auch den Ausdruck (limnivor).

Futtersorten

Denn das Problem ist hier nicht der gute Wille, den viele an den Tag legen, sondern die Futteroptionen, die uns allen angeboten werden. Denn die meisten Sorten sind für reine herbivore Arten nicht geeignet und leider auch für viele limnivore Arten.

Und dann kommt noch das Empfinden vieler hinzu, den Tieren etwas Gutes machen zu müssen, und füttern ‚definitiv‘ zu viel. Es ist wirklich nicht an den Haaren herbeigeholt, wenn man den Ausdruck hört:

Weniger ist manchmal mehr!

Der Ausdruck ‚Limnivore Buntbarscharten‘, um den es in diesem Beitrag geht, besagt die Einstufung einer Art und ihrer Lebensweise im See. Man muss sich dies so überlegen: Die Tiere leben oft endemisch und die Konkurrenz an einem Standort ist extrem hoch.

Alle Buntbarsche müssen um ihr Überleben buhlen und sind unerlässlich damit beschäftigt, gute Futtergründe zu finden.

Sicher nehmen diese dann auch mal durch ihre Art zu leben ‚Kleinstlebewesen‘ mit auf, wenn diese fressen, aber wenn man dies im Großen betrachtet, ist es ein ganz anderes Aufnehmen als das, was wir im Malawisee-Aquarium haben.

Der Glaskasten

Wir dürfen niemals vergessen, wir sprechen hier von einem ‚Glaskasten‘ in dem alles begrenzt ist. Selbst Wildfänge verlieren nach einer gewissen Zeit ihr ‚Suchen nach Futter‘ und warum sollten sie dies tun? Es kommt ja von oben üppigst ins Malawisee-Becken rein.

Hier ist der Unterschied, den man dringend bewerten und überdenken sollte. Der ‚Limnivore‘ ist kein Freischein dafür, dass jeder Limnivore-Buntbarsch wirklich alles verträgt. Er besagt nur, was die Buntbarsch-Arten normalerweise fressen und wie diese einzustufen sind.

Chindongo demasoni als Beispiel!

Ein klares Beispiel ist der Chindongo demasoni, den ich hier gerne nehmen will.

Aus einem aktuellen Anlass, der kürzlich in unserer ‚Facebook-Gruppe‘ zu dem Thema ‚Limnivore Buntbarscharten‘ besprochen wurde.

Ich gehe nicht ins Detail, aber diese Art wird überall als ‚Limnivore‚-Art eingestuft und deswegen wird auch gedacht, dass besagte Buntbarsch-Art, eben auch mal mehr proteinreichere Kost verträgt. Dies ist in diesem Fall in die Hose gegangen!

Beziehungsweise führte zu erheblichen Problemen. Nun kann man darüber fachsimpeln, ob die Art eine ‚Herbivore‘ ist, oder besser so eingestuft werden sollte, oder ob doch eine Limnivore.

Tatsache dabei ist, dass diese Art absolut und rein herbivor ernährt werden sollte, da sie langfristig keine fleischliche Kost verträgt. Der Darm des Chindongo demasoni, oder einiger anderer Arten, ist mit dem einer Kuh vergleichbar.

Je länger dieser bei dieser Art von Buntbarschen ist, desto mehr deutet er auf eine rein pflanzliche Ernährung hin.

Fazit zum Beitrag, Limnivore Buntbarscharten:

Wichtig dabei ist, den Ausdruck nicht freizunehmen und zu nutzen, wie man will, sondern eher einen Schritt zurückzutreten und etwas tiefer in die Materie zu gehen.

Fakt ist auch, dass der Ausdruck ‚Limnivore Buntbarscharten‘ oft falsch angesetzt wird, und eine Unterscheidung herrscht zwischen dem Leben eines Buntbarsches im Malawisee und einem Buntbarsch im Malawisee-Aquarium.

Hier wäre es hilfreich, im Sinne der Fische etwas umzudenken, und Möglichkeiten der Umstellung und gezielten Ernährung gibt es, man muss diese nur auch mehr nutzen.

Hinweis:

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Autor: Florian Bandhauer

Bilder: Häkan Eriksson, Pete Barnes

Video: Pete Barnes

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