Erfahrungsbericht zu dieser Mbuna-Art!

Erfahrungsbericht zu Melanochromis melanonopterus

 

Erfahrungsbericht zu Melanochromis melanonopterus: Was und wie agiert dieser Mbuna im Malawisee-Aquarium?

Dazu ein Beitrag mit dem Thema ‚Erfahrungsbericht zu Melanochromis melanonopterus‘, der anderen helfen soll, eventuelle Fehler zu vermeiden. Ich habe mir diesen Melanochromis melanonopterus zuerst als Gruppe gekauft, im Verhältnis 3/8, was schon eine echte Herausforderung war.

Denn man kommt nicht wirklich leicht an diese Mbuna-Art ran. Allein die Weibchen in diesem Umfang zu erhalten, war nicht ganz ohne, hat aber letztlich geklappt. Ich habe WF, was dem Ganzen noch mehr Beachtung gibt.

Erfahrungsbericht zu Melanochromis melanonopterus – die Aquarium-Größe!

Ich pflege in einem 200 × 70 × 60 cm großen Malawisee-Aquarium nur Mbuna. Mit im Becken sind Metriaclima- und Pseudotropheus-Arten, sowie Labidochromis Hongi und Labeotropheus.

Gesamtbesatz bis dahin waren 25 Buntbarsche.

Erfahrungsbericht zu Melanochromis melanonopterus. Weiter dazu:

Als der Melanochromis melanonopterus dazu kam, war innerhalb von einigen Stunden erst einmal die gesamte Rangordnung auf den Kopf gestellt, die seit gut 3 Jahren perfekt funktionierte. Obwohl in diesem Moment, der Melanochromis unter den ganzen Mbuna der kleinste war, wurde durch sehr ausgiebige Machtkämpfe das Hierarchie-Gefüge im Malawi-Becken mal eben auf den Kopf gestellt.

Erfahrungsbericht zu Melanochromis melanonopterus – die Chefs im Malawisee-Becken!

Selbst die bis dahin als sogenannte Chefs im Becken agierenden Metriaclima wurden direkt in ihre Schranken verwiesen, und dies sogar ziemlich mit harten Bandagen.

Einige Tage später legte sich das Ganze dann und das Alpha-Tier der Melanochromis-Gruppe hatte seine Ecke gefunden, die es auch intensiv bewachte. Diese Art ist als eher ‚carnivore‘ Mbuna-Art einzustufen.

Da er auch den Nachwuchs bei mir im Becken ziemlich gut ausmerzt.

Ich bin keiner, der Jungtiere großzieht und der Natur im Malawisee-Aquarium ihren Lauf lässt. Dennoch und obwohl ich auch 3 Synodontis Njassae-Welse im Becken habe, war doch etliches an Nachwuchs vorhanden.

Übrigens einer der Gründe, warum ich persönlich nur bis dahin 4 Arten pflegte.

Erfahrungsbericht zu Melanochromis melanonopterus
Melanochromis melanopterus ‚Nkolongwe‘

Im Video oben: Melanochromis melanonopterus im Malawisee

Melanochromis Melanopterus 'Ababi Island'
Melanochromis melanopterus ‚Ababi Island‘

Erfahrungsbericht zu Melanochromis melanonopterus
Melanochromis melanopterus ‚Likoma Island‘

Melanochromis Melanopterus 'Likoma Island'
Melanochromis Melanopterus ‚Likoma Island‘
Erfahrungsbericht zu Melanochromis melanonopterus – der Mbuna-Räuber!

Der Melanochromis hat innerhalb von 4 Wochen so ziemlich alle Jungtiere erbeutet, die er finden konnte. Dabei zieht dieser durch Spalten und dringt sogar in Reviere anderer Mbuna im Becken ein, um auf Jagd zu gehen.

Da ich keine größeren Jäger dazusetzen wollte, war dies die richtige Entscheidung, diese Art zu nehmen. Ansonsten fressen meine auch Granulate. Alle 6 Wochen gibt es auch die von Florian Bandhauer empfohlenen ’selbst gemachten‘ Frostfutter-Garnelen, wirklich aber nur ca. alle 6 Wochen!

Der Erfahrungsbericht zu Melanochromis melanonopterus geht weiter. Nach einiger Zeit, etwa 3 Monate später, merkte ich allerdings, dass aus den 3 Männchen bereits eines fehlte. Was vorgefallen war, konnte ich nicht direkt feststellen.

Erst etwa noch einmal 2 Monate später, sah ich selbst durch einen Zufall, dass besagtes Alpha-Männchen dem noch vorhandenen Nebenbuhler schlichtweg bei einem Kampf den Kiemendeckel abgerissen hat und dieser schwer verletzt leider erlöst werden musste.

Erfahrungsbericht zu Melanochromis melanonopterus – die Haremshaltung!

Daher möchte ich einfach weitergeben als Tipp, diese Mbuna-Art nur im Harem zu pflegen, denn obwohl mein Malawisee-Aquarium doch zu den größeren gehört, ist diese Art meines Erachtens innerartlich extrem aggressiv.

Die vorhandenen Weibchen sind alle noch da und durch meine ausladende Dekoration, besteht genug Rückzugsmöglichkeit für diese. Aber ich sage heute, dass es besser ist, diese Mbuna-Art in einem großen Harem zu pflegen. Als Beispiel wären mindestens 1M/5W, vielleicht sogar noch 1 bis 2 Weibchen mehr.

Meine Melanochromis sind zwar auch sehr vermehrungsfreudig, allerdings sind die eigenen Jungtiere auch Beute für die Gruppe.

Dabei sind alle Mbuna gerne dabei, wenn es um Nachwuchs geht. Dieser steht auf jeden Fall bei denen auf dem Speiseplan, allerdings sage ich heute, dass gerade der Melanochromis melanonopterus hier mit an vorderster Front steht, was die Vertilgung von Jungtieren angeht.

Erfahrung zu Melanochromis melanonopterus die Beckengröße

Ich denke, und dies ist meine persönliche Meinung, diese Mbuna-Art nicht unter 200 cm Aquarium-Kantenlänge zu pflegen. Zu sehr und obwohl revierbetont streift die Art gerne umher und legt sich auch mit anderen Mbuna an.

Eine Haltung mit Nonmbuna-Arten ist eher schwierig, da er wirklich nicht zimperlich ist, und selbst ausgewachsene Metriaclima herausfordert und ziemlich heftig diese auch zum Kampf stellt.

Insgesamt aber eine wirkliche Bereicherung für ein Malawisee-Aquarium mit dem Schwerpunkt (Mbuna).

Anmerkung:

Ich habe diesen Beitrag auf Bitten vom Malawi-Guru-Team erstellt, aufmerksam gemacht durch die Bilder-Eindrücke von der Seite hier.

Auch verspreche ich, bei Gelegenheit selbst Bilder zu senden. Da ich im Moment nur mit dem Mobiltelefon unterwegs bin, erspare ich euch allen die eher mäßig schlechten Bilder, aber das Team hier kann Bilder hier hinzufügen, die diese ja schon nutzen.

Meine Gruppe habe ich vor einem Jahr erworben bei einem namhaften Importeur im Süden Deutschlands. Habe auch ziemlich lange warten müssen, bis ich diese bekam. Aber will nun diese Art auch nicht mehr missen im Malawi-Aquarium.

Hinweis:

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Autor: Frank Röder

Bilder: Malawi-Guru.de, Enrico Körner, Nikolaj Gaus, Pete Barnes

Video: Carsten K. Larsen

 

 

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