Und wie unberechenbar das Ganze sein kann!
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Die Fire-Fish-Nachzuchten, es werden leider immer mehr in unseren Malawisee-Becken, und was dabei herauskommt, wenn Weibchen ihre Brut entlassen, ist größtenteils beängstigend!
Die Fire-Fish-Nachzuchten, wie hier zum Anlass genommen wurden, muss man etwas näher erläutern. Diese Bilder, welche zu sehen sind, zeigen Jungtiere vom ‚Fire Fish‘.
Was ist hier passiert?
Holger Oelkers, ein Mitarbeiter und Malawisee-Aquarianer, hatte Nachwuchs im Malawisee-Becken, besser gesagt seine ‚Fire Fish‚. Dabei war der erste Moment, als er diese in ein extra Becken setzte, eher mit einem Rätsel verbunden, denn es gab unter dem entstandenen Nachwuchs, sowohl dunkle als auch helle Jungtiere, welche das ‚Fire Fish‘-Weibchen da ausgespuckt hatte.
Laut Holger war es nicht machbar, dass sich verschiedene Aulonocara da im Becken gepaart hatten. Zumal er nur die Fire-Fish als einzige sogenannte (Aulonocara) im Becken pflegte.
Also waren es reine Jungtiere von 2 ‚Fire Fish‘. Diese waren teilweise so unterschiedlich in der Färbung, dass man hätte denken können, es handele sich wirklich dabei um unterschiedliche Malawisee-Buntbarsche.
Bezeichnung!
Wobei wir auf Malawi-Guru.de so etwas wie hier entstanden ist, ungern als reine Malawisee-Buntbarsche bezeichnen. Tiere, die zuchtmäßig, oder auch per Zufall so im Aquarium entstehen, sind genau genommen, unserer Meinung nach keine reinen Malawisee-Buntbarsche.
Das Problem bei solch einem Wurf ist die Frage: Was entwickelt sich da und wie sind die Tiere drauf? Ist es wirklich von Nutzen, solche Tiere zu erhalten, oder wäre es nicht besser, solche Buntbarsche direkt auszusortieren?
Die Fire-Fish-Nachzuchten und auch deren Nachkömmlinge haben in reinen Malawisee-Aquarien nichts verloren.
Es kommt nämlich dazu, dass sich reine Arten unweigerlich mit diesen Hybriden paaren. Wir stehen auf dem Standpunkt, die reinen Buntbarsch-Linien zu erhalten, denn je mehr hier gepanscht wird, desto schlimmer kann es nur werden.
Malawisee-Buntbarsche zeichnen sich von Natur aus durch kräftige Farben aus. Es gibt wirklich wundervolle Arten darunter, ob bei den Mbuna oder auch bei den Nonmbuna aus dem See. Das ein Malawisee-Aquarium bei der richtigen Besatzwahl zu einem Farbrausch werden lassen können.
Nachfolgend einige Bilder, was passiert, wenn sich der Fire-Fish im Becken vermehrt und aus einem Wurf alles Mögliche herauskommt. Man weiß letztlich nicht mehr, was man da im Malawisee-Aquarium hat.
| Natürlich vorkommende Nonmbuna-Art: Fossorochromis – Weibchen mit Nachwuchs! |
Die Fire-Fish-Nachzuchten – wir sollten selbst darauf verzichten!
Natürlich ist es jedem selbst überlassen, was er letztlich in seinem Malawisee-Aquarium pflegt. Aber wir möchten wenigstens aufzeigen, wie unberechenbar dies mitunter ist, Malawisee-Buntbarsch-Hybriden im Becken zu haben.
Wird dies so weitergehen und leider hat es diesen Anschein, so werden irgendwann immer mehr dieser Malawisee-Buntbarsch-Hybriden unsere Malawisee-Becken bevölkern. In vielen Gruppen, wie bei Facebook, oder auch in diversen Foren, ist es heute schon nicht ganz einfach, eine treffende Aussage zu geben, wenn dann die Frage kommt: ‚Was ist das für einer?‘
Selbst bei reinen Blutlinien ist es manchmal schwierig, eindeutig Stellung zu beziehen, weil sich die reinen Linien oftmals nur durch kleine Unterschiede voneinander abgrenzen.
Malawisee-Buntbarsche leben oftmals als eine Population, nur an einem Standort im ‚Malawisee‘.
Genau die gleiche Gattung lebt woanders im See und unterscheidet sich nur geringfügig von der z. B. erst erwähnten. Es werden oftmals irgendwelche ‚Fantasy-Namen‘ in die Welt gesetzt und dann als das Highlight angepriesen.
Hinweis:
An jene, die sich mit dem Gedanken beschäftigen, sich ein Malawisee-Aquarium anzuschaffen: Bitte informiert euch vorher darüber, und zwar genau.
Hybriden sind nicht notwendig, da es genug schöne natürlich vorkommende Buntbarsch-Arten gibt. |
Anmerkung:
Bitte tragt dazu bei, dass die reinen Buntbarsch-Linien, so schön wie diese von Natur aus sind, auch weiterhin unsere Malawisee-Aquarien bereichern. Noch etwas: Natürlich kann dies im Aquarium passieren, dass eben Malawisee-Buntbarsch-Hybriden entstehen, z. B. bei mehreren Aulonocara-Arten gemeinsam im Malawisee Becken.
Aber auch bei anderen Nonmbuna- und Utaka-Arten ist dies nicht ausgeschlossen, ebenso bei Mbuna-Arten.
| > Gebt bitte niemals solche Tiere ab, auch nicht an Freunde und Bekannte, ihr könnt diese natürlich behalten, kein Gesetz spricht dagegen. Besser ist und wäre es, wenn man sich dessen bewußt ist, das man Malawisee Buntbarsch Hybriden durch seine verschiedenen Malawisee Arten bekommen kann.
> Den Nachwuchs aber bitte, nicht noch züchten, laßt diese im Becken. |
Meistens werden diese von anderen Buntbarschen gefressen oder aber, sollten Malawisee-Buntbarsch-Hybriden überleben, natürlich nicht im Klo entsorgen. Sucht euch ein Geschäft mit Reptilien und verschenkt diese als Lebendfutter, die natürlichste Art unserer Meinung nach, so etwas loszuwerden.
Und erst genau erkundigen, bevor man kauft.
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Autor: Florian Bandhauer, Holger Oelkers, Jasmin Schild
Bilder: Holger Oelkers
Video: Walter Vazquez









