Steckbrief zu diesem Buntbarsch!

Metriaclima benetos

 

 

Metriaclima benetos

Wichtige Eckdaten zu dieser Mbuna-Art und Hinweise zur Pflege im Malawisee-Aquarium.

Stauffer, Bowers, Kellogg & McKaye, 1997

Vorwort

Mit dem Buntbarschverzeichnis haben wir eine Sammlung zusammengestellt, die Mbuna- und Nonmbuna-Arten aus dem Malawisee beschreibt. Hier bekommt man eine Menge Informationen, zu diesen endemisch lebenden Buntbarschen aus dem Malawisee.

Aber auch Informationen zur Haltung und Pflege, für das Malawisee-Aquarium. Wir geben hier auch Beckengrößen mit an, die dem Malawisee-Aquarianer helfen sollen, diese doch recht aggressiven Fische im richtigen Umfeld zu pflegen.

Das Verzeichnis

Oftmals sind der Charakter und auch die Ernährungsweise bei Mbuna und Nonmbuna sehr unterschiedlich. Dieses Thema ist auch im Verzeichnis erwähnt. Nur wenige Mbuna-Arten kann man mit Nonmbuna zusammen pflegen, es gibt zwar Ausnahmen, aber diese sind eher selten.

Bei den meisten Arten hier im Buntbarschverzeichnis haben wir auch kurze Video-Clips eingebaut, oftmals Eindrücke vom Malawisee, oder aber von den Fischen selbst. Nutzt dieses Verzeichnis zur Abklärung und zum Kennenlernen der einzelnen Arten.

Dies kann letztlich nur helfen, Fehler zu vermeiden.

Größe:

Metriaclima benetos erreicht eine Körpergröße im Malawisee von ca. 10 cm bei den Männchen, die Weibchen bleiben da etwas kleiner und liegen bei ca. 8 cm Körpergröße. Im Malawisee Aquarium können diese aber auch einige Zentimeter an Körpergröße mehr erlangen, was wohl auch an der Fütterung liegt.

Exemplare mit bis zu 13–14 cm sind durchaus gesehen worden. Hier sollte man dringend auf eine zu üppige Fütterung verzichten.

Verbreitung:

Der Metriaclima benetos wird bei Mazinzi Reef, im südöstlichen Teil des Malawisees gefunden, und bewegt sich dort in den Abschnitten der ‚Übergangszonen‚. Vor allem in den felsigen Bereichen, ist aber auch in diesen Gebieten über Sandboden zu beobachten.

Ernährung:

Der Metriaclima benetos wird zu den ‚Limnivoren Buntbarsch-Arten‚ gezählt und ernährt sich überwiegend von Kleinstlebewesen und Getier, welches im Algenbewuchs vorkommt. Auch Plankton wird wohl gerne verspeist.

Im Malawisee-Aquarium nimmt die Art, aber alle gängigen Futtersorten an, welche man auch im Handel kaufen kann. Es spricht nichts dagegen, dieser Mbuna-Art auch gelegentlich etwas Proteinreiches zu verfüttern, z. B. weiße Mückenlarven, oder Mysis.

Metriaclima benetos
Metriaclima benetos ‚Mazinzi Reef‘

 

 

Metriaclima benetos
Metriaclima benetos ‚Mazinzi Reef‘
Metriaclima benetos
Metriaclima benetos ‚Mazinzi Reef‘
Fortpflanzung/Zusammenstellung:

Metriaclima benetos kann innerartlich sehr ruppig werden. Einer Pflege in der Haremshaltung spricht nichts entgegen, z. B. 1 Männchen und 3–4 Weibchen, auch die Gruppenhaltung ist durchaus denkbar, es sollten aber größere Malawisee-Aquarien jenseits der 500 Liter aufwärts überlegt werden.

Als Beispiel zur Gruppenhaltung: 4–5 Männchen und 6–7 Weibchen, wirklich aber abhängig von der Beckengröße. Diese Mbuna-Art ist recht durchsetzungsstark. Hier sollte man darauf achten, etwa gleich durchsetzungsstarke Mbuna-Arten für die Aquarien zu wählen.

Möglich wären:

Metriaclima-Arten, Pseudotropheus, oder auch Tropheops-Arten. Auch Petrotilapia-Arten wären denkbar. Ebenso gingen einige aus der Chindongo-Gruppe da gut.

Beckengröße:

Die Malawisee-Aquarium-Größe beginnt für Metriaclima benetos, hier ab 400 Litern aufwärts und sollte eine Aquarium-Kantenlänge ab 150 cm bieten, nach oben, was Aquariengröße angeht, ist alles offen.

Dekoration:

Bei der Dekoration für Metriaclima benetos, sollte man an eine felsige Übergangszone denken.

Hohe Steinformationen, welche teilweise bis an die Wasseroberfläche ragen, wären sinnvoll etliche Spalten und Durchgänge anbieten, aber gleichzeitig dürften auch kleinere Sandflächen belassen werden.

Durch die hohen Steinaufbauten werden sowohl Sichtschutz als auch Reviergrenzen suggeriert. Ebenfalls wäre die ‚Felszone‘ als Lebensraum für diese Mbuna-Art denkbar. Auch an Schattenzonen denken, diese kann man hervorragend über die Beleuchtung im Becken suggerieren.

Dazu haben wir unter der Kategorie ‚Beleuchtung‘ Beiträge.

Fazit:

Auch diese Mbuna-Art ist sicherlich etwas ganz Besonderes, aber auch hier wie bei all den anderen Arten. Erkundigt euch im Vorfeld über die Ansprüche der Tiere und deren Lebensverhältnisse im Malawisee.

Und vor allem an ein Malawisee-Aquarium, was man bewusst anders angehen muss.

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Autor: Frank Röder, Florian Bandhauer

Bilder: Robert Hoffmann

Video: Pete Barnes

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