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Blaualgen im Aquarium

Möglichkeiten der Behandlung, im Aquarium beim Befall von Blaualgen.

Blaualgen im Aquarium

 

Blaualgen im Aquarium, jeder kennt sie, oder hat diese auch schon mal im Aquarium gehabt.

Dabei handelt es sich aber keinesfalls wie der Name vielleicht vermuten lässt um Algen. Genauer gesagt sind es Cyanophyceen, diese werden den Prokaryonten zugeordnet, sie haben keinen Zellkern und stehen somit den Bakterien näher, als den Algen.

Zu den Cyanobakterien zählt auch die Spirulinaalge.

Cyanobakterien

Blaualgen werden auch als Schmieralgen bezeichnet, weil sie das Wasser mit einem schmierigen Film überziehen können. Die Blaualgen haben Chlorophyll eingelagert und sind in der Lage, atmosphärischen Stickstoff zu fixieren, d.h., sie können ihn in ihrem eigenen Stoffwechsel integrieren.

Die Blaualge gehört zu den lästigsten Algenarten überhaupt , die man im Malawisee Aquarium haben kann.

Blaualgen im Aquarium, hier wird es gefährlich, wenn sie sich auf dem Boden ausbreiten und sämtliche Dekorationsgegenstände und Pflanzen mit einer schleimig übel riechenden Masse überziehen.

Pflanzen

Die Pflanzen ersticken meistens unter diesem Film. Die Farben der Blaualgen im Aquarium variieren von einem Braungrün, über Blaugrün, bis hin zu Dunkelgrün.

Die Bekämpfung der Blaualgen im Aquarium sollte so früh wie möglich beginnen , da einige Arten giftige Stoffe ausscheiden, diese Stoffe können für Fische gefährlich werden. Auch Pflanzen werden einen starken Blaualgenbefall nicht lange überleben, da sie ihnen die Nährstoffe entzieht und erstickt.

Aufgrund der verschiedenen Blaualgenarten kann man keine allgemeingültigen Ratschläge zu deren Bekämpfung geben. Es werden verschiedene Gegenmaßnahmen empfohlen, da es verschiedene auslösende Faktoren gibt warum die Blaualge im Aquarium ist.

Blaualgen im Aquarium

Grundsätzlich sollte man die Wasserwerte messen, um sicher zu gehen das die Wasserqualität in Ordnung ist. Auch die Verdunkelungstechnik scheint oft zum gewünschten Erfolg, bei der Bekämpfung der Blaualgen im Aquarium, gemeinsam mit mehrmaligem umfangreichen Wasserwechsel, zu führen.

  1. Einen starken Wasserwechsel durchführen (ca. 70 %).
  2. Durchlüftung mit Membranpumpe und Ausströmerstein installieren und in Betrieb nehmen.
  3. CO2 abstellen.
  4. Das Aquarium für 6 – 7 Tage vollständig verdunkeln (Licht aus, Decke oder Pappe so anbringen, dass auch kein Tageslicht einfallen kann).
  5. Nur wenn Jungfische vorhanden sind, jeden zweiten Tag sehr sparsam etwas füttern und dazu ganz kurz Tageslicht einfallen lassen. Ansonsten keine Fütterung.
  6. Bei sehr starkem Befall mit Blaualgen sollte am dritten oder vierten Tag unter Vermeidung starken Lichteinfalls ein Teilwasserwechsel von 50 % durchgeführt werden.
  7. Am 6. oder 7. Tag Beleuchtung wieder einschalten.
  8. Sofort an zwei aufeinander folgenden Tagen jeweils 90 % Wasser wechseln.

Wird der Punkt 8 vergessen, ist der ganze Aufwand in aller Regel vergeblich!

Aquarien

In Aquarien/Malawisee Aquarien, wo die Pflanzen nicht optimal wachsen, oder sie keine optimalen Bedingungen vorfinden um zu wachsen, oder schlichtweg, kein gut gepflegtes Aquarium, vorhanden ist.

Kommen Blaualgen öfter vor, als in gut funktionierenden Aquarien.

Blaualgen können in zwei verschiedenen Arten in einem Aquarium vorkommen, die bekannte wo sie sich über den Boden Dekoration und Pflanzen ausbreitet und alles mit einem schleimigen Film überzieht, und ein weitaus harmloserer auf engem Raum, begrenzter Befall an der Wasseroberfläche.

Blaualgen im Aquarium siedeln sich gerne auch zwischen Schwimmpflanzen ansiedelt, die dort vorkommende ‚Art‘ entsteht wenn wenig Wasserbewegung herrscht und Futterreste sich zwischen den Schwimmpflanzen liegen bleibt und ‚vergammelt‘, es entsteht dadurch ein Minibiotop, in dem sich Blaualgen gerne ansiedeln.

Diese ‚Art‘ ist aber eher harmlos, da diese Bakterien nur an den für sie zusagenden Stellen vorkommen und  existieren können.

Entfernt man die befallenen Schwimmpflanzen großzügig, hat sich das Problem in der Regel erledigt, da im restlichem Aquarium ein ganz anderes Milieu herrscht, welches diesen Blaualgen nicht zusagt. Es handelt sich hierbei nicht um zwei verschiedene Bakterienarten sondern nur um zwei verschiedene Vorkommensarten, die Bakterien sind die selben.

Wie erkennt man die Blaualgen im Aquarium ?

Normale Algen bewegen sich in der Strömung, oder wenn man etwas das Wasser bewegt. Blaualgen nicht, außerdem riechen sie sehr streng, wenn man weiß wie sie riechen, erkennt man sie sofort , und wenn man sie einmal gerochen hat, vergisst man das so schnell nicht wieder.

Aber Vorsicht, Blaualgen stinken nicht immer, bei geringem Befall stinkt es nicht, da muss man sich dann auf sein Auge verlassen können.

Es gibt noch eine Methode Blaualgen im Aquarium zu bekämpfen und zwar mit Weiherschlamm, aber dazu verweise ich auf die folgenden Seiten, damit man es selber lesen kann.

Aber das sollte man wirklich nur machen, wenn man weiß das der Weiher unbelastet ist, sonst holt man sich schlimmere Sachen ins Aquarium als Blaualgen. Eine andere Sache ist, das es nicht immer funktioniert, und man die Blaualgen nicht immer los wird.

http://www.afizucht.de/html/blaualgen.html#Wirksame-Bekaempfung und weiter unten

http://www.afizucht.de/html/blaualgen.html#Betaisadona

Dunkelkur – hilft aber nur, wenn diese richtig gemacht und alles befolgt wird, ‚Weiherschlamm‘ – nur bedingt für Anfänger geeignet, Antibiotika – nur bedingt für Anfänger geeignet!

Blaualgen im Aquarium

Die beste Vorsorge ist ein gut funktionierendes Aquarium.

Cyanobakterien

Die Wasserzusammensetzung hat für das Auftreten dieser Art von Cyanobakterien (Blaualgen im Aquarium) keine Bedeutung.

Sie können auch ohne Phosphat sehr gut existieren, auch Nitratwerte von über 100 mg/l, üben überhaupt keinen Einfluss auf das gedeihen von Blaualgen aus. Es ist so das es mitunter äußerst schwierig ist und sein kann, diese hartnäckigen Bakterien auf Dauer umzubringen.

Da die ganze Blaualgengeschichte viel zu variabel ist um sie in ein Schema C zu zwängen, manchmal kommen sie ohne ersichtlichen Grund, und manchmal gehen sie auch wieder – anscheinend-  von alleine.

Manchmal hat man sie schnell vernichtet, aber meistens sind sie ausgesprochen hartnäckig. Eine sichere und immer funktionierende Methode, Blaualgen im Aquarium los zu werden gibt es leider nicht. Diese Bakterien besiedeln seit 3,5 Mrd. Jahren die Erde und gehören mit zu den ältesten Lebensformen überhaupt.

Algen

Auch die eigentlichen Algen (Kieselalgen, Grünalgen) sind primitive Pflanzen, die zu Zeiten der Saurier schon lebten, sie waren 2,5 Mrd. Jahre die einzigen Pflanzen auf der Welt. Erst vor ca. 500 Millionen Jahren entwickelten sich höhere Pflanzen.

In dieser unendlich langen Zeit vollbrachten die Algen eine nicht hoch genug einzustufende ökologische Leistung für die Weiterentwicklung von Flora und Fauna der Erde. Die nahe Verwandschaft der Algen zu den Aquariumpflanzen macht die Algenbekämpfung – wenn sie nun einmal in großen Mengen auftreten – oft so schwierig.

Vieles was den Algen schadet, schadet auch den Pflanzen.

Beide Lebensformen hatten genügend Zeit sich anzupassen und wenn sie heute noch existieren, haben sie es gut hinbekommen und es wird nicht einfach sein, sie dauerhaft aus unseren Aquarien zu verbannen.

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Autor: Detlef Crone

Bilder: Florian Bandhauer

Quelle : www.afizucht.de und www.aquamax.de

Video: Joachim Mundt

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